Archiv für Oktober 2005

Von der Pfeife zur Hammond TeilII

am 28. Oktober 2005 über Musik

HammondWie ein Geräusch zum Klang wird habe ich schon in Teil I beschrieben. Die notwendigen Geräusche aber zu erzeugen ist nochmal eine Herausforderung. Die Idee ist es, möglichst perfekte Sinusklänge für die Additive Synthese zu generieren - mit den Mitteln der Elektromechanik ist das gar nicht so einfach. Für jeden Ton einen herkömmlichen Oszillatorschaltung, etwa mit LC-Schwingkreisen, einzubauen ist nicht praktikabel. Darum hat sich eine einfache wie auch geniale Lösung durchgesetzt.
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Von der Pfeife zur Hammond TeilI

am 18. Oktober 2005 über Mathematik, Musik

Der Diskounter Norma verkauft ab heute ein Keyboard für 60€. Ganz groß wird ein Feature angepriesen: 50 Sounds! Für ein Portable Keyboard eigentlich nicht viel, wenn man die Sache aber im historischen Kontext betrachtet, war es zur elektronischen Klangsynthese für 60€ ein weiter Weg.
Von Beginn bis Mitte des 20 Jahrhunderts war die große Blütezeit der elektrischen “Keyboards”, oder besser: der elektronischen Tasteninstrumente. Und dabei war die Idee eigentlich immer die selbe: Altbewährtes - oft sogar Vergessenes - wird mit elektromechanischen Mitteln nachgebaut. Normalerweise kennt heute keiner mehr eine Celesta. Doch das Klavier, das keine Saiten sondern Metallplatten hat, war das Vorbild für das legendäre Fender Rhodes. Das Clavichord stand Pate für das Hohner Clavinet, welches in den 70ern zum Lieblingsinstrument von Stevie Wonder wurde. Der Urvater aller elektromechanischen Instrumente ist aber die Hammond-Orgel. Und kaum jemand weiß, wie “die Hammond” gespielt wird, klingt und funktioniert! Und das soll sich mit diesem Artikel ändern.
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You don’t know Jack?

am 14. Oktober 2005 über Linux-Audio

Jack mit qjackctl

Mit Hochglanz-Software wie Cubase, Wavelab, Nuendo und professionellen VST-Tools hat die Linuxwelt im Allgemeinen recht wenig zu tun. Und trotzdem gibt es im (semi-)professionellen Audiobereich ein sehr interessantes Projekt. Jack ist ein Audioserver, der das träge ALSA gehörig aufmöbelt und mit interessanten Features erweitert. Und dabei kann sich das GPL-Projekt durchaus mit den Features aus dem Hause des Marktführers Steinberg messen lassen.
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Odyssee mit Musicload.de

am 8. Oktober 2005 über Internet, Musik
Ogg-Logo
WMA sucks! Kenner benutzen nicht mal MP3 - Ogg ist besser und zudem frei.

Bis vor 4 Stunden konnte man bei musicload.de ziemlich viele Alben aktueller Chartbreaker zum Preis von 2€ kaufen. Dahinter steckt eine Marketingaktion passend zum Megakommerz-Ereignis “Comet 2005″. Die aktuelle Scheibe aller Nominées fallen in das Schnäppchen-Angebot. Doch selbst 2€ sind zu viel für den Mist, den man von Musicload angedreht bekommt. Trotzdem oder gerade deshalb will ich das mal zum Anlass nehmen und zum zweiten Mal in meinem Leben legal Musik aus dem Internet laden (Kleine Anmerkung: Als Musiker und Musikliebhaber lade ich nicht mal illegal aus dem Netz - über 1000 CDs im Regal sind das stolze Ergebnis.)
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Die bösen Bildunterschriften

am 5. Oktober 2005 über Webdesign
Musterbild
Eine nichts sagende Bildunterschrift, die auch noch an der richtigen Stelle umbricht.

Bilder in Blog-Artikeln sind eine schöne Sache. Nur habe ich festgestellt, dass die Sache mit zunehmender Anzahl von Bildern immer chaotischer wird. Während der Autor in der Regel wissen sollte, auf welchen Inhalt sich ein Bild bezieht, weiß das der Besucher in der Regel nicht unbedingt. Darum hat sich in den anfassbaren Medien die Bildunterschrift etabliert. Doch auf diese sinnvolle Angelegenheit ist das w3c wohl noch nicht gekommen - in XHTML und CSS ist weit und breit keine Spur von expliziten Bildunterschriften. Man muss sich also was einfallen lassen.
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Wagner im Ausverkauf

am 3. Oktober 2005 über Musik, Review

Wagners Ring von BarenboimIch war und bin ein entschiedener Gegner von Musikdownloads im MP3-Format. Zum Einen ist die Qualität schlecht und zum Anderen fehlt es an einer schönen Umverpackung, die sich im gut sortierten CD-Regal besonders gut macht. Bei einem Angebot konnte ich aber nicht widerstehen: Der neu eröffnete Saturn-Onlineshop bietet als Einstiegsangebot den kompletten Ring des Nibelungen von Wagner zu dem unglaublichen Preis von 9,99€. In “anfassbar” kostet die Box mit 14 CDs satte 100€. Zudem ist es noch eine sehr gute Aufnahme von Daniel Barenboim. Also zugreifen - wenn der Server mal wieder tut. Das Angebot gilt nämlich nur vier Tage. Man kann wohl aber auch jetzt kaufen und zu Zeiten, an denen der Server weniger zu tun hat herunterladen. Das wird man bei 232 Tracks mit 15 Stunden Spieldauer wohl aber ohnehin müssen.


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M. Herhoffer