Odyssee mit Musicload.de
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- WMA sucks! Kenner benutzen nicht mal MP3 - Ogg ist besser und zudem frei.
Bis vor 4 Stunden konnte man bei musicload.de ziemlich viele Alben aktueller Chartbreaker zum Preis von 2€ kaufen. Dahinter steckt eine Marketingaktion passend zum Megakommerz-Ereignis “Comet 2005″. Die aktuelle Scheibe aller Nominées fallen in das Schnäppchen-Angebot. Doch selbst 2€ sind zu viel für den Mist, den man von Musicload angedreht bekommt. Trotzdem oder gerade deshalb will ich das mal zum Anlass nehmen und zum zweiten Mal in meinem Leben legal Musik aus dem Internet laden (Kleine Anmerkung: Als Musiker und Musikliebhaber lade ich nicht mal illegal aus dem Netz - über 1000 CDs im Regal sind das stolze Ergebnis.)
Nachdem ich also bei der Registrierung Name, Adresse und eMail-Adresse eingegeben habe, richtet sich ein nettes Popup an mich. Ein dezenter Link leitet mich zu den “Systemvoraussetzungen”. Dort steht:
“Mit Mac OS und Linux können Sie Musicload nicht nutzen, da hier weder der volle Funktionsumfang des Windows Media Players noch des Internet Explorers verfügbar sind.”
Diese - meiner Meinung nach nicht ganz belanglose - Restriktion wird dann auch noch in einem Testbericht von netzpolitik.org mit “Browser-Einschränkungen: keine nennenswerten” bewertet. Was blieb mir also anderes übrig: Firefox schließen, Gentoo herunterfahren und das seit Monaten nicht mehr benutzte Windows XP starten. Mit dem Internet Explorer war es dann tatsächlich auch kein Problem, das Album zu bestellen - und zu bezahlen. Das geht per Kreditkarte, T-Pay (ich will gar nicht wissen, was für ein Mist das wieder ist), FirstGate, HappyDigits und Gutscheine. Nach der Bezahlung dreht mir irgendein ActiveX eine “Lizenz” für das von mir erworbene Produkt auf. Im Browser nur ein Statusbalken - in Wirklichkeit wandern aber viele mysteriöse Daten durch das Netz. Damit

- Aufbau eines DRM-Systems. Der Client ist vollkommen abhängig von der Lizenz, die nur der verifizierte Server ausstellen kann
Nur der Windows Media Player ist in der Lage, die verseuchten Dateien abzuspielen und zu brennen. Andere Player oder gar andere Betriebssysteme haben keine Chance, auch nur einen Piepser aus der Datei auszulesen. “Knacken” im herkömmlichen Sinne lässt sich die Sache nicht, das zu Grunde liegende
Was lernt man also: Musik wird auf Audio-CDs gekauft. Und zwar auf solchen, die die
Noch ein Wort zur Klangqualität: Die Behauptung, dass ein Laie keinen Unterschied zwischen komprimierter Musik und echtem WAV hören kann stimmt nicht. WMA ist zu schlecht als dass die offensichtlichen Schwächen nicht deutlich hörbar wären. Man muss nur wissen, wo man hinhören muss. Bei Rock/Pop-Musik sollte man auf das Blech - speziell auf die Hi Hat - der Drums achten. Bei schlechter Kompression klirren diese Geräusche besonders stark und klingen wie durch einen Chorus- oder Flanger-Effekt. Auch bei “Slapped” Bass kann man das gut heraushören. Bei klassischer Musik machen besonders dünne Klavier- und Cembalo-Klänge die Grenzen bemerkbar. Den schnell abfallende Klang eines einzelnen Tastenanschlages hat man in der Regel so gut im Gehör, dass man den Verlust der Komprimierung heraushören kann.


27. September 2006 um 14:14
zum glück kommen bald kundenfreundliche musikportale aufm markt. musicload, aol und andere portale sind ne riesen frechheit. traurig, dass so viele kunden das angebot wahrnehmen. da kann man mal sehen, was schlechte firmen durch werbung erreichen…