Warum Gentoo besser ist als der Rest der Welt

Gentoo LogoGentoo ist eine recht junge und revolutionäre Linux-Distribution. Und Gentoo läuft inzwischen auf allen meinen Rechnern. Darum hier die Gründe, warum (fast) jeder Gentoo nutzen sollte. Einige Dinge sollte man aber vorher wissen: Das Paketsystem vom Gentoo nennt sich Portage, das Programm zum Installieren, Pflegen und Deinstallieren von Paketen heißt emerge.

1. Gentoo hat keinen Installer. Und das ist ein ganz großer Vorteil! Wenn man etwa Suse installiert sieht man zwar einen netten Statusbalken, hat aber keine Ahnung, was da gerade passiert. Alle Entscheidungen und Aktionen werden vom Installerskript getätigt. Bei Gentoo bekommt man nur eine Live-CD. Das Installieren läuft dann ganz altmodisch mit manuellem Kopieren, Editieren und einem finalem chroot in die neue Umgebung. In den gut 5 Stunden, die sowas dauert, hat man wirklich alles über sein System gelernt, was wichtig ist. Einfach deshalb, weil man es selber gemacht hat.

2. Bei Gentoo muss man alles selber kompilieren. Das Paketsystem Portage (oder besser das Tool emerge) kompiliert alle Pakete selber - bei einer Vollinstallation (einer so genannten Stage1-Installation) wird gar das ganze System per Bootstrapping kompiliert. Zugegeben: Xorg oder OpenOffice brauchen fürs Kompilieren schon ein bisschen (viel) Zeit. Letzten Endes hat man mit selbst kompilierten Paketen aber eine optimale Konfiguration und eine optimale Abstimmung zwischen Hardware und Software, da alle Compiler der neueren Generation schon von ganz alleine optimieren. Das Ergebnis ist mehr Stabilität und eine bessere Performance.

3. Bei Gentoo gibt es Use-Flags. Use-Flags sind Optionen, die man für Pakete setzen kann. Der Umgang damit ist sehr flexibel. Man kann Use-Flags für das ganze System, für eine einmalige Kompilation oder für ein festes Paket setzen. Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Setzt man systemweit das Useflag “ipv6″ werden alle Pakete mit IPv6-Unterstützung kompiliert. Wenn der Entwickler das nicht vorgesehen kann ist es sogar möglich, einen Patch aus dem Internet zu laden, der diese Funktion ermöglicht. Viele Pakete haben eine große Anzahl an Use-Flags, die man setzen oder nicht setzen kann. Man will den AdobeReader ohne nerviges Mozilla-Plugin? “-nsplugin” ist die Lösung. Die möglichen Useflags werden von portage angezeigt und stehen auch in einer Liste. So eine Flexibilität ist mit vorkompilierten Paketen nicht möglich. Mit den Use-Flags kann man sich auf einfachste Art alle Software genau an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

4. Bei Gentoo steht Funktionalität über Ideologie. GNU ist zwar schön und gut, viele Dinge sind aber eben nicht GNU. Sun-Java unter Debian ist ein Grauß. Selbst wenn man sich um die Ideologie hinter GNU keinen Dreck scheren will, zwingen einem die Debian-Entwickler diese auf. So kann man unter Debian nicht mal eine RAR-Datei entpacken. Nicht so bei Gentoo. Sun-Java, AdobeReader, Nero, CiscoVPN - alles ist im Portage als Gentoopaket vorhanden.

5. Gentoo hat kein “Ich kann alles”-Tool. Debian hat sowas zwar auch nicht, dafür aber Suse. So wird ein großes Manko der Windows-Welt eins zu eins in Linux integriert. Unter Yast2 klickt man irgendwas und das System macht irgendwas. Und in vielen Fällen funktioniert es danach nicht so, wie es soll. Gentoo verleitet einen erst gar nicht dazu, weil es kein solches Tool gibt. Man konfiguriert mit vim oder emacs, so wie es vorgesehen ist. Konfigurationsdateien sind in aller Regel besser kommentiert als die lustigen Popup-Ballons in Yast und zudem auch ganz ohne GUI editierbar.

6. Gentoo ist bestens dokumentiert. Wenn man nach einem Linux-Tutorial sucht, dann listet Google unter den ersten 10 Treffer garantiert eine Doku für Gentoo. Beispiel gefällig? howto apache oder howto jack oder linux logo hack. Die Dokumentation ist in hervorragender Qualität, wird ständig geklärt und ist sehr gut verstehbar.

7. Gentoo hat mehr Pakete. Ein Gentoo-”Paket” ist im eigentlichen Sinne nur eine Textdatei mit ein wenig Syntax und dem Pfad zum Herunterladen der Quellen. Daher heißt es streng genommen auch nicht Paket sondern E-Build. So eine Datei zu erstellen macht nicht viel Arbeit. Darum sind in Portage auch so viele Pakate wie in kaum einer anderen Distribution. Vor allem kleine, exotische Programme, die man unter anderen Distributionen händisch kompilieren müsste, sind in Gentoo direkt installierbar.

8. Gentoo ist immer aktuell. Gentoo hat keine Versionsnummer. Man aktualisiert also niemals das System, sondern immer nur Pakete und Kernel. Somit muss man nicht warten, sich eine handvoll Sicherheitsfanatikern befunden haben, dass selbst das unwichtigste Paket würdig ist, in einen Stable-Zweig aufgenommen zu werden (so wie bei Debian). Der Benutzer kann ohne Probleme selbst entscheiden, welche Version er will. Gleichwohl gibt es aber eine Kennzeichnung der Pakete, die verhindert, dass instabile Pakete versehentlich installiert werden. Mit so genannten “Masks” werden Pakete belegt, die noch getestet werden oder instabil sind. Generell gilt aber, dass Pakete den Prozess zum stabilen Paket in einer verhältnismäßig schnellen Zeit durchlaufen. Und man ist in keiner Weise dazu gezwungen, auf das nächste Systemrelease zu warten.

9. Gentoo ist cool. Neue Features, Dinge die niemand braucht, Programme weit außerhalb des Mainstreams - all dies findet man garantiert zuerst in Gentoo.

10. Gentoo ist fast LFS. Wer mit dem Gedanken spielt, sich “Linux From Scratch” zu bauen, von der vielen Arbeit aber abgeschreckt wird, ist bei Gentoo genau richtig. Man hat alle Vorteile von LFS wie genaue Anpassung und perfekte Konfiguration, aber die Nachteile wie kein Paketsystem nicht.

11 Antworten auf “Warum Gentoo besser ist als der Rest der Welt”

  1. jan meint:

    11. Gentoo ist langsam und Festplattenfressend (sowohl die binarys sind fetter als auch die packages insgesamt weil der ganze -dev kram natürlich immer mitinstalliert wird.)

  2. beza1e1 meint:

    Yeah, let the flamewar begin! Als bekennender Debianfan muss ich nun ja kontern.

    Bei einigen Dingen hast du recht. Use-flags, Dokumentation (Gentoo forum ist wirklich gut) und Aktualität (KDE gibt’s immer schon vor dem offiziellen Release) sind die Stärken von Gentoo.

    Bei einigen Argumenten bin ich aber einfach anderer Meinung.

    1.+10. Ja ist lehrreich und ich empfehle jedem ernsthaften Linuxer mal ein LFS zu basteln. Für’s effiziente Arbeiten find ich nen Installer aber angenehmer.

    2. Stabilität nd Performance? Glaub ich nicht. Der Performancegewinn ist irgendwo im einstelligen Prozentbereich, wenn überhaupt (optimierst du -03 oder -Os ?). In Sachen Stabilität dürfte Debian stable kaum zu schlagen sein und auch meinem testing trau ich mehr als Gentoo, das wohl eher Debian unstable entsprechen dürfte.

    4. Ideologie. GNU sollte man unterstützen und zwar auch in dem man andere Software eben nicht unterstützt. Unter Debian ergänze ich meine sources.list halt im einen Eintrag, dann komm ich sogar an die halblegalen Sachen ran (DeCSS).

    7. Paketanzahl. Da wär ich mir nicht so sicher. Hast du Zahlen? Mein Debian testing hat im Moment 20348 Pakete.

    9. Naja die Debian Developer sind auch ein fixes Völkchen nur etwas stiller.

  3. d135-1r43 meint:

    1.+10. LFS bzw. Gentoo hat nichts mit Lernen im Allgemeinen zu tun, sondern mit Lernen, wie man auftauchende Probleme löst. Wenn man die Konfigurationsdatei selber erstellt hat, dann weiß man auch, wo man nachschauen muss um einen eventuellen Fehler zu beheben.
    Der Installer von Suse und von Redhat ist von Grund auf schlecht. Die Dinge, die er automatisch macht, will ich größten Teils nicht. Und das, was ich einstellen muss ist in den meisten Fällen völlig überflüssig.

    2. Der Performancegewinn kommt zugegebener Maßen hauptsächlich von den Useflags. “fluxbox, -kde” sorgt z. Bsp. generell für ein Plus an Stabilität und Performance.

    4. Wenn ich gerade eine 500MB-eMail von einem Windows-L4m3r bekommen habe, deren Anhang mit WinRar verpackt ist, dann sind mir meine Nerven einfach zu schade, da eine Revolution pro GPL zu starten. Solange es kostenlos ist, kann ich jede Art von Software akzeptieren.

    7. Was ist bei dir ein Paket? Unterschiedliche Versionsnummern mitgerechnet?

    9. Bilder sprechen für sich:
    http://download.iansview.com/gentoo/artwork/drobbins/gblend.png
    http://people.debian.org/~che/presentation/mgp/tlug-2001-11/debian.orig.png

  4. beza1e1 meint:

    Nachdem ich vor kurzem SuSE 9.3 und SuSE 10.0 (nicht OpenSuSE) installiert hab kann ich zu SuSE was sagen. Der Installer ist ziemlich langsam (2 Stunden für das Basissystem mit KDE, OpenOffice und Co, aber z.B. ohne gcc) aber sehr Dummie-freundlich. Ich finde er hat mich keine überflüssigen Sachen gefragt und mir durchaus die notwendigen Freiheiten gegeben (Eigene Partitionierung, Netzwerkeinstellungen). Ich fand den SuSE Installer recht gut. RedHat ist schon fast ein Jahr her, aber war eigentlich ähnlich.

    Performance und Stabilität ist hier rein subjektiv, da keiner von uns beiden wohl irgendwelchen umfangreicheren Tests durcführen wird. Lassen wir das also.

    Du sagst “Solange es kostenlos ist, kann ich jede Art von Software akzeptieren”? Geiz ist geil? Ok mir ist klar, dass ich deinen Satz grad sehr aus dem Zusammenhang reiße. Meine Reaktion wäre vermutlich die beschwerliche RAR Installation und ein netter Hinweis an den Windowsuser. Zum Glück hab ich solche Probleme nicht :-D Was sind das überhaupt für 500MB Sachen die du da transferierst? Doch nichts illegales!

    Auf der Wikipedia haben sie 2004 mal drüber diskutiert. Aber es gab wohl kein klares Ergebniss. Aber Debian hatte damals eher mehr, selbst wenn man nur die Sourcepakete zählt.

    Und was willst du mit den Bildern sagen? Gentoo ist pseudocool weil 3D? Das sind übrigens unschöne Renderfehler vor allem in dem Loch vom G. Bei Debian ist allerdings die Bedeutung des swirls etwas unklar (aber lustig) aber ich finde ihn schöner als das Gentooding. Womit wir wieder subjektiv wären.

    Fazit:
    Der Grundunterschied ist Flexibilität durch Use Flags gegen Geschwindigkeit beim Installieren. Die Frage der Stabilität und Performance bleibt offen.

  5. d135-1r43 meint:

    Erst mal sorry, dass dein Kommentar im Filter hängen geblieben ist. Das lag an den spamverdächtigen 4 externen Links :-)

    Wenn man Suse mit dem Installer installiert, hast du dann etwa schon logrotate perfekt konfiguriert? Oder hast du dich bewusst für den richtigen Cron-Deamon entschieden? Hast du freie Wahl für den WM? Wahrscheinlich kann man alles mit “Ja” beantworten - praktisch macht das aber keiner, weil die schöne GUI einen dazu verleitet, sich über viele wichtigen Sachen keine Gedanken zu machen.

    Ich kann es auch akzeptieren, wenn mache Leute mit Programmieren Geld verdienen wollen. Ich finde es schon eine gute Geste, dass das kommerzielle WinRar auch an Linuxer denkt und ein Unrar (oder zumindest die Spezifikation) zur Verfügung stellt. Eben gleiches gilt für Java. Solange es läuft und mir nicht im Geldbeutel liegt: Nur her damit!

    Das Vergleichen der Paketanzahl macht tatsächlich keinen Sinn. Meta-Packages, unterschiedliche Versionen und Konfigurationen und unterschiedliche Aufteilungen relativieren alles.

    Mit den Bildern will ich sagen: Debian ist konservativ und langweilig. Das Gentoo-G ist schon ein Indiz für den fortschrittlichen Hackergeist, der bei Gentoo Einzug hält - und den es bei Debian scheinbar nicht mehr gibt oder nie gab.

  6. David meint:

    Die einzige Daseinsberechtigung eines Computers ist, dem Menschen zu dienen. Dazu gehört, ihn möglichst wenig mit Banalitäten wie Softwareupdates, komplizierter Konfiguration oder einer langen Installation zu belästigen.

    (Meines Erachtens ist Debian da ein recht geringes Übel.)

    Gentoo ist bestimmt ein tolles Bastelobjekt, beim Einsatz in der echten Welt halte ich es aber nicht für sinnvoll, wenn der Computer einen beträchtlichen Teil seiner Energie darauf verwendet sich mit sich selbst du beschäftigen (also irgendwelches Zeug zu kompilieren) anstatt seinen Job zu machen!

    http://packages.debian.org/unstable/utils/unrar-free. Der einzige Einsatzzweck von rar ist sowieso das Tauschen von uhrheberrechtlich geschütztem geistlichen Eigentum mit dem Bankrott kämpfender Multimediafirmen, hab ich gehört.

  7. beza1e1 meint:

    Bittorrent wird auch nur zum illegalen kopieren von Filmen verwendet, hab ich gehört. Was soll das denn für ein Argument sein?

    Debian ist älter als Gentoo und hat damit mehr Balast und Tradition, aber auch schon mehr Erfahrung. Fortschrittlicher Hackergeist finde ich eher beim SymphonyOS und ähnlichem. Dort werden neue Ideen ausprobiert, statt einfach nur einen Zwischenschritt zwischen LFS und Binärpaketen zu bauen.

    Hacken und Fortschritt ist in meinen Augen der Gegensatz zu Stabilität und Sicherheit. Das erfahre ich beim Arbeiten und anderswo. Wenn ich das auf Debian-Gentoo extrapoliere steht Gentoo für Hacken und Debian für Stabilität. Meine Erfahrungen mit beiden scheinen das zu bestätigen.

    Andererseits hängt die Stabilität eines Linuxsystem wohl am meisten von der Kenntniss des Benutzers ab. Linuxleute neigen (vor allem in jüngeren Generationen) zu gefährlichem Halbwissen. “Ich kann meine eigenen Bootskripts schreiben!”, gut, kann ich auch. Einen Computer einfach nur zum funktionieren zu bringen führt nicht zu einem stabilen System. Unter diesem Gesichtspunkt sind Debian und Gentoo gleich stabil.

  8. mre meint:

    Ich persönlich bevorzuge Slackware. Es ist stabil, schnell, einfach und immer aktuell und das auch ohne dsl-anschluss. Was macht ihr, wenn euer schneller Internetanschluss in die Knie geht?
    Das Kompilieren aus den Sourcen mag zwar elegant sein und vielleicht auch einen Touch von ‘elite’ besitzen, dennoch hab ich nicht den ganzen Abend zeit, um OpenOffice zu installieren oder mein System neu aufzusetzen. Slackware läuft bei mir seit Version 9.2 mit dem jeweils aktuellsten Kernel auch ohne diese unnötige Zeitverschwendung (fast) unschlagbar schnell und wenn ich ein Paket brauche, dann gehe ich auch http://www.linuxpackages.net und zieh mir eine tgz Version.
    Versteht mich nicht falsch: Ich finde, Gentoo ist ein super Projekt und sehr wichtig für die Community aber leider weder für den Otto Normalanwender, noch für meine Workstations ein Ersatz zu Slackware :)
    NO (flame) WAR!!!

  9. r3inforce meint:

    HAHA

    Ich benutze FreeBSD

    -> Ports, ca. 15.000stk. immer neuste versionen
    -> rock-solid statisches Base system, kein gekrickel und inkompatibilität
    -> Funktionalität ist die Ideologie
    -> schneller als Linux
    -> hat einen Linux compatibility layer, nativ schell
    -> ich kann wenn ich will packages ziehen, für z.B. Gnome (2.16.1)
    -> Ports und Packages sind kompatiebel und weden vom selben packetmanager verwaltet
    -> Ports u. Packages können geupdatet, reinstalld, uninstalled etc. werdem
    -> Keine Probleme mit propritären Treibern, BSD Lizenz
    -> läuft auf meinem Centrino Laptop mit ACPI, Stepping (eigene Vcore), WLAN (WPA2) und allem was dazugehört
    -> der Kernel is übersichtlicher zu Configurieren
    -> ich kann das Base System über die /etc/rc.conf steuern
    -> Die dokumentation ist genial, in mehreren Sprachen
    -> BSD is direkter abkömmling von UNIX
    -> mir macht es spass

    tschüss

    PS: Ich hab nix gegen Linux

  10. kernelpanic meint:

    ich nutze gentoo schon sehr lange… bin bis auf ein paar *schönheitsfehler* sehr zufrieden damit… allerdings hat gentoo auch seiten an sich welche für die *schnellen* unter uns wohl auf die nieren schlagen würden….

    dazu zähle ich ganz klar die ewig langen prozesse beim kompilieren einiger pakete welche mir manchmal meine geduld rauben…

    zu meinen lieblingen zähl ich da (meine toolchain gcc glibc ect… und qt)
    wenn ich sehe das emerge mal wieder eines der oben genannten pakete kompilieren will, könnt ich schon in die tischkante beißen :-)

    aber dennoch emerge bzw portage ist unschlagbar

    BSD benutzt zwar auch ports aber ich nutze das system nur für meinen router … desktop-bsd find ich net so prickelnd

    ansonsten gnome oder kde brauch ich net… generell bin ich kein großer freund von GUI’s und doch… auf meine fluxbox mag ich in einigen situationen doch net verzichten… evilwm tut es aber auch

    omg i rox k bye ^^

  11. r3inforce meint:

    Gentoo hat die Ports von BSD übernommen.

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M. Herhoffer