“Don’t use ‘click here’ as link text” sagt ein gut gemeinter Tip des w3c. Und das ist vollkommen berechtigt: Ein Hyperlink soll auf eine Quelle verweisen und eine Aussage darüber treffen, was man auf der Zeilseite zu erwarten hat. Dass man auf einen Link auch klicken kann, muss man selbst dem DAU nicht noch extra sagen.
Trotzdem hält sich niemand daran. Und der Beweis dafür ist einfach. Die Monopol-Suchmaschine Google katalogisiert Seiten nicht nur nach deren Inhalt, sondern auch und vor allem nach den Links, die auf sie zeigen. Sucht man nach hier, liefert Google gleich ein paar nette Seiten, zu denen nichts über “hier” steht, die aber wohl sehr oft damit verlinkt werden:
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Die Bahn - Startseite Reiseportal: Auskunft, Fahrkarten
Map24 – Routenplaner und Stadtpläne für Deutschland, Europa und USA
Und auch im englischsprachigen Web schaut es nicht anders aus. “here” liefert auf dem engl. Google:
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Rhapsody & RealPlayer — the best audio and video players — Real.com
Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, 14. Dezember 2005 um 19:27 erstellt und ist unter Internet, Webdesign abgelegt.
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14. Dezember 2005 um 20:54
Als ich unsere Gemeindewebsite gebaut habe, hatte mich mit meinem Vater und Kunden eine längere Diskussion zu dem Thema. Es ging um diese Seite und um den Link zum Blog (bzw hier Tagebuch genannt).
Mein Vater war der Meinung, dass es ganz und gar nicht selbstverständlich sei für Internet-unerfahrene, dass man auf farbigen, unterstrichenen Text klicken kann, um das angezeigt zu bekommen, was der Text verspricht. Ein Gemeindewebsite hat hohe Ansprüche in dieser Hinsicht. Vor allem da in einer Landeskirche nun mal viele Senioren vorhanden sind, die man ja möglichst gu unterstützen will.
14. Dezember 2005 um 21:55
Jeder, der sich im Internet bewegt, sollte Grundkenntnisse haben. Grundkenntnisse heißt nicht, dass man das ganze Graphen-Zeug und Hyper-Gefasel verstehen muss - aber dass man auf Links klicken kann, sollte selbst jedem T-Online.de-Surfer klar sein. Das ist nämlich die einzige Grundvoraussetzung für das Inter”net” im eigentlichen Sinne.
Ansonsten bemühe ich mich selbst in Blog-Artikeln, Forenbeiträgen und in Kommentaren stets auf eine gute Linkbezeichnung zu achten (was du in diesem Kommentar offensichtlich nicht getan hast
)
15. Dezember 2005 um 17:59
Yop, ist auch meine Meinung. Man muß beim Nutzer eine gewisse Portion “Weltwissen” und in diesem Fall “Netz-Wissen” vorausetzen. Sonst müßte bei einem Zebrastreifen stehen “Hier bitte rübergehen” oder an einem Bleistift “Bitte diese Seite über das Papier gleiten lassen” etc. Diese Sachen mögen uns jetzt banal erscheinen, sind aber alle (mühsam)erlernt. Eine gewisse Portion Netzwissen (oder wie es mein(e) Vorschreiber/in) nannte: Grundwissen) wird eben auch im Internet / in technischen Medien benötigt.
Und: bei dem Beispiel der Gemeindewebsite: Was nützt denn “bitte hier klicken”, wenn die Leute gar nicht wissen, was “klicken” ist (da sie ja auch nicht wissen, dass man auf farbigen, unterstrichenen Text klicken kann…)?
17. Dezember 2005 um 17:46
Ich bin auch in der faszinierenden Lage einem Computer-Neuling hin und wieder an seinem laptop zuzusehen: Der Klick an sich ist eine äußerst komplexe Sache. Sollte sich ein beklickter Link nicht innerhalb von 0,2 Sekunden geöffnet haben, wird erneut wild herumgeklickt - da kann auch der geschäftige Fortschrittsbalken in der Statuszeile des Browsers nichts bewirken.
Aber die Königsklasse des Klicks ist ja nach wie vor der Doppelklick! Entweder er wird zu langsam ausgeführt und endet folglich im simplen Markieren, oder aber zu hastig und statt einem Browserfenster sind minimum deren drei geöffnet worden.
23. Juni 2009 um 23:15
[...] links aussagekräftig? Texte wie “hier klicken” sind nicht besonders aussagekräftig und sollten vermieden werden. Zudem sollten alle Links überprüft [...]