Dorabella Cipher
Es gibt viele Komponisten, die nebenbei auch noch ambitionierte Mathematiker waren (oder umgekehrt). Ein Extrem ist aber sicher der Brite
Die 3 Zeilen sind unter dem Namen Dorabella Chiffre (oder Doraballe Cipher) bekannt und waren an seine 20 Jahre jüngere geheime Geliebte Dora Penny gerichtet. Der passionierte Rätsel-Fan Elgar legte die Notiz einem Liebesbrief bei und ging wohl davon aus, dass seine Angebetete den Code entschlüsseln kann. Das konnte sie offensichtlich nicht - genauso wie hunderte von Hobby-Crackern, die sich der Sache inzwischen annahmen. Dora Penny hat die Zeilen nämlich veröffentlicht:

Eine erste Begegnung mit dem Gekritzel soll zunächst mal die Informationen darlegen: Offensichtlich gibt es für jedes Zeichen 2 Parameter. Die Anzahl der Bögen (1, 2 oder 3) und die Position/Lage (West, Nord-West, Nord, Nord-Ost, Ost, Süd-Ost, Süd, Süd-West). Macht also 24 mögliche Zeichen. Eine erste Idee wäre, dass der Code eine Analogie zu der Grabstein-Chiffre von James Leason aufweist. Der Britische Freimaurer des 18. Jahrhunderts hat sich folgendes System ersonnen:

Analog wären also die Bögen von Elgar und die Punkte sowie die Position der “E” und die Randkodierung auf dem Grabstein. Das funktioniert aber nicht. Egal wo man mit A beginnt und welche Buchstaben man weglässt, um von 26 auf 24 zu kommen.
Wer eine andere Idee hat, kann sie ja zu den hunderten erfolglosen Ideen darzu stellen, die sich inzwischen in der Yahoo-Gruppe “Elgar-Cipher” angesammelt haben. Dort gibt es auch eine Version des Autographen in hoher Auflösung.
Nachtrag:
Das “New Scientist Magazine” hat einen Artikel veröffentlicht, in dem nicht nur die Dorabella-Chiffre analysiert wird, sondern auch auf die Geschichte der musikalischen Kryptografie eingegangen wird. Wichtigste Erkenntnis: Wahrscheinlich teilen sich bei 24 Zeichen die Buchstaben J/I und U/V jeweils einen Platz. Zudem weiß der Autor, dass Elgar schon früher mit diesem Code experimentiert hat. Auf Notizen hat er etwa den Namen seines Hundes mit einfacher Substitution in das Dorabella-Alphabet übersetzt. Diese Methode macht bei der Dorabella-Chiffre aber keinen Sinn.
Spektakulare Ereignisse in der Geschichte der Krytographie
http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Dorabella_Chiffre.gif


29. Dezember 2005 um 22:35
Nachdem dein Wordpress keine automatische Trackback Erkennung hat, verweise ich mal zu Fuß auf meinen Folgeartikel.
24. Januar 2006 um 14:03
Auch hier merke ich nochmals an: Könnte es sein, dass hier Musik und gar kein Text verschlüsselt wurde?!
Der Versuch durch Einsetzen von “Elgar” und “Dora” etwas herauszubekommen, scheiter meiner Meinung nach daran, dass sich Herr Elgar selber geduzt haben würde und folglich nicht Elgar, sondern Edward oder Edoo geschrieben haben würde!
Gruß und Kuss, der musencus
6. Januar 2009 um 16:41
Nihao !!
Wie geht es dir????
Was machst du denn so unter der erde, ist es schön dort ??.
Hier oben schneit es und es ist -5 Grad.
Eine frage gibt es viele Würmer dort ??
Bleib da schön brav liegen und beweg dich nicht.
Hab dich lieb und denke immer an dich mein einzigster Schatz !!
Bis dann.. bye bye.
22. Oktober 2009 um 16:21
Sometimes we have to abandon a call because of the quality of the line. ,