Buy \/1ágrà, buy Cyál1s
Spam-eMails sind eine nervige Sache - doch inzwischen gibt es fortgeschrittene Konzepte, sie zu verhindern. Anders schaut es beim
Das Prinzip
Spam-Versender sind auf eine möglichst große Zielgruppe aus. Darum werden die Skripte nicht auf einzelne Seiten optimiert, sondern für die Software, mit der die Seiten betrieben werden. Und die Wurzel des Übels ist Google. Mit der Suchfunktion allinurl: ist den Spammern nämlich Tür und Tor geöffnet. Wenn der Spammer etwa seinen Spam in Gästebücher für das CMS XOOPS reinschreiben will, reicht eine Anfrage bei Google mit
So kann man nahezu jedes interaktive Skript automatisiert mit Spam befüllen. Google liefert die URLs, die Variablennamen einmalig manuell auszulesen dauert keine Minute. Der Spammer erreicht mit minimalem Arbeitsaufwand tausende von potentiellen Opferseiten.
Das Skript selbst wird entweder von einem
Das Ziel der Spammer ist übrigens keinesfalls, dass User auf die Links in den Spameinträgen klicken, sondern ein hoher Pagerank bei Google. Google bemisst den Pagerank vor allem nach der Anzahl der Links auf eine Seite. Wenn also ein paar tausend Gästebücher, Wikis und Foren auf eine Seite verweisen, wirkt sich das positiv im Pagerank aus .
Gegenmaßnahmen
Genauso einfach wie das Spamskript sind die Gegenmaßnahmen. Man braucht eigentlich weder komplizierte Regular Expressions für “V1ágrà” und Co. noch einen IP-Filter (der ist wegen den Botnetzen ohnehin zwecklos). Die einfachste Möglichkeit ist es, die Datei umzubenennen, die die POST-Daten verarbeitet. Dann befindet man sich nämlich nicht mehr im Bannkreis der allinurl:-Abfrage bei Google. Eine andere Möglichkeit ist es, zu überprüfen, ob denn die Eingabemaske tatsächlich abgerufen wurde. Das könnte man etwa über eine Abfrage eines <imput type=”hidden” … > überprüfen. Und die beste Methode ist sicherlich, ein eigenes Skript zu schreiben, das nur für diese eine Seite verwendet wird. Dann lohnt sich nämlich das Schreiben eines Spam-Skriptes erst gar nicht.
Die Methode, alle Links eines Eintrages mit <a rel=”nofollow” … > zu substituieren setzt leider auf einer zu hohen Ebene an. So wird zwar unterbunden, dass der Spammer einen hohen Pagerank bekommt, der unschöne Spam steht aber trotzdem auf der Seite.
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Spam_Mex_fcm.JPG


30. Dezember 2005 um 18:37
Kleine Nachtrag:
Google scheint selber auf den Trichter gekommen zu sein, dass inurl: recht schädlich sein kann.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/67842
25. März 2006 um 18:56
Auch eigene Skripte bieten keine 100%ige Sicherheit. Zumindest mein eigenes GB, das allerdings in friedlicheren Zeiten etwas naiver weise guestbook.php benannt worden war und die Formularfelder = Variablen name, mail, homepage und comment spendiert bekommen hatte, wurde mehrfach Opfer automatisierter Spamwellen.
3. April 2006 um 16:39
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3. April 2006 um 17:16
Tja, sowas nenne ich Ironie des Schicksals …
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