Historische Blogs
Weblogs sind eine tolle Sache - doch wer hat die ganze Sache erfunden? Ein Redakteur des ‘Handelsblatt’ meint,
Der Redaktionsleiter von handelsblatt.com bezeichnete Martin Luther als den ersten Weblogschreiber der Geschichte. Als der seine 95 Thesen an der Kirche anschlug, habe er die akademischen Zirkel verlassen und eine breite Diskussion über seine ketzerischen Thesen angestoßen, die bis heute andauere. Medien müssten aufpassen, dass sie nicht das gleiche Schicksal ereile wie die katholische Kirche.
Den ganzen Artikel gibt es auf Jesus.de.


15. Januar 2006 um 17:41
alle Achtung, stark an den Buchstaben gedreht!!
http://WWW.6reetings_from__█����███████████─────.4rtist.com
[ █──── Artist with .4 █────]
27. Oktober 2008 um 13:25
Just went through your pages. Are you keeping up with my short gravel I have a fresh joke for you) Why do cows wear bells? Because their horns don’t work.
14. April 2009 um 1:43
Dumm nur, dass selbst die häufig populistisch christlich vereinnahmte Wikipedia schreibt:
Am 4. September 1517 gab Luther zunächst 97 Thesen nur für seine Dozenten-Kollegen heraus, um einen Disput über die gesamte scholastische Theologie unter ihnen in Gang zu bringen. Eine wörtliche Kopie davon fand sich erst kürzlich in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel wieder. Erst dann verfasste Luther jene Reihe von 95 Thesen, die direkt auf den Ablass Bezug nahmen. Er soll sie nach einer auf Philipp Melanchthon zurückgehenden Überlieferung am 31. Oktober am Hauptportal der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben; dies bezweifelt die Forschung.[6]
http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther#Ablass_und_95_Thesen
Luther hat die Thesen überhaupt nicht an die Öffentlichkeit herausgegeben und wird dabei auch jeder noch so feuilletonistischen Hinbiegung der Geschichte wohl als erster Blogger nicht gerecht.
Zumal selbst wenn er sie öffentlich angeschlagen hätte, wohl nur ein winziger Bruchteil der Bevölkerung hätte sie aufgrund der von der katholischen Kirche so stark forcierten Unbildung lesen können.
Nicht aber, dass sich Luther oder z.B. Calvin im Sinne einer modernen Bildung stark gemacht hätten… Im Gegenteil: Christliche Theologie hat niemals einen wissenschaftlichen Ansatz verfolgt, weil sie gar nicht an der wissenschaftlichen Aufklärung ihrer eigenen Grundlagen interessiert war. Keine wirkliche Wissenschaft hat sich soetwas jemals erlauben können. Und die, die Theologie benutzen, waren schon immer daran interessiert ihre Anhänger nicht auf ihr Niveau zu heben, wie sehr sie vielleicht auch manchmal ihrer Täuschung selbst erliegen sein mögen.
Sorry,
hirngespinst
P.S.: Die Kritik ist nicht böse gemeint, ich hasse Christen nicht, sofern sie Menschen sind, aber wenn die Propaganda der doch sehr vermögenden und an ihrer Macht interessierten Kirchen auftaucht, dann bekomme ich immer Angst, dass mir gerade als Atheist das sehr böse bekommen wird. Und es bringt nur den Luxus von entweder verzweifelter oder gemütlicher Verblendung für die armen Seelen, die sich durch die durchaus sehr gebildete Propaganda in die Irre leiten lassen… auch das Handelsblatt macht sich so nämlich den Charme der konservativen Darstellung in christlicher Tradition zu eigen.
Ich empfehle zu einer gut dargestellten atheistischen Position zu der in den Medien ständig angestachelten Christentum/Atheismus Debatte:
http://www.amazon.de/Wir-brauchen-keinen-Gott-Atheist/dp/3492048528/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1239666088&sr=8-1
In der Hoffnung, dass es dir hilft und die diesen Blog auch als ehrliche Diskussionsplattform für deine eigene Position betrachtest.