Archiv für August 2006

Tatataaaaa!

am 24. August 2006 über Linux, Linux-Audio, Musik, Software

Als ich die standardmäßigen Systemsounds von Gnome aktiviert habe, war das eine glatte Beleidigung an meine Ohren. Während selbst Microsoft so langsam auf den Trichter gekommen ist, meinen die Gnome-Entwickler den Benutzer beim Starten des Systems mit schmetternden Midi-Trompeten begrüßen zu müssen. Ein guter Login- und Logout-Sound muss in erster Linie kurz, einfach, schön und vor allem dezent sein. Da ich in den Weiten des Internets nichts gefunden habe, was diese Kriterien nur annährend erfüllt, hab ich selbst was aufgenommen.

Das Soundtheme “Gentle Rhodes” besteht bis jetzt in der Version 1.0 nur aus einem Startup- und einem Shutdown-Sound. Wie der Name sagt ist ein Rhodes Mk. II aus meinem Clavia Nordstage dominant. Vielleicht gefällt es dem einen oder anderen:

GentleRhodes

Gentle Rhodes Version 1.0

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Bryce gratis

am 23. August 2006 über Software

Die 3D-Software Bryce hat eine lebhafte Geschichte hinter sich. Unter dem einstigen Hersteller MetaCreations war das Tool zusammen mit Poser das Referenzprodukt in Sachen einfacher 3D-Bearbeitung und entsprechend unbezahlbar. Nach dem Ende von MetaCreation wurde Bryce von Corel vertrieben, ebenfalls zum stolzen Preis. Irgendwann hat sich Corel neu ausgerichtet und Bryce verkauft - an die neue Firma DAZ3D.com. Diese Firma will in erster Linie Geld mit fertigen Modellen verdienen, die der Grafiker frei verwenden kann. Daher wurden die Software Bryce und das Poser-Äquivalent DAZ¦Studio zu einem Schleuderpreis verscherbelt. Und selbst das hat jetzt ein Ende. Bryce kann nun kostenlos heruntergeladen und lizensiert werden. Nun ist der einstige Mercedes unter den Consumer-3D-Programmen nicht mal mehr den Wühltisch bei ALDI wert.

Bryce Screenshot

Wikipedia-Foto-Safari

am 22. August 2006 über Internet

Jeden Tag eine gute Tat! Am letzten Sonntag war das eine Foto-Safari für die Wikipedia, um die wichtigsten Bauwerke der Umgebung zu fotografieren. Das Fotografieren selbst habe ich anderen überlassen, die das können. Und gerade deshalb sind einige unglaublich gute Fotos dabei herausgekommen. Ich habe sie alle auf meiner Benutzerseite gelistet, aber auch schon in die Artikel eingepflegt: Schwaigern, Massenbachhausen, Gemmingen.

Statdkirche Schwaigern
Eines der besten Fotos: Das Hauptschiff samt historischem Hochaltar der Ev. Stadtkirche Schwaigern

Eine Garage für Linux

am 19. August 2006 über Linux, Linux-Audio, Musik

Die große Firma mit dem Apfel bietet mit Garageband ein Audioprogramm für Einsteiger an. Das erklärte Ziel dieser Aktion ist es, auch Anfänger für Musik am PC zu begeistern. Wer sich schonmal damit versucht hat, wird sicher schnell frustriert sein: Audioverarbeitung hab im Gegensatz zur Bildbearbeitung eine extrem steile Lernkurve. Man kann eigentlich nicht einfach damit anfangen ohne einen blassen Schimmer zu haben, was man eigentlich tut. Darum bin ich ein Gegner von Software, die dem Benutzer einredet, er könne etwas von dem er keine Ahnung hat.

Unter Linux blieb einem sowas bis jetzt erspart. Die Referenzsoftware Ardour/Jamin und Rosegarden sind nicht gerade für intuitive Bedienung bekannt. Es gibt aber ein neues Programm für Gnome (wie könnte es anders sein), das den Anspruch von GarageBand in die Linuxwelt trägt. Jokosher überzeugt derzeit eher durch nettes Eyecandy statt durch Funktionalität. Kein LADSPA, kein DSSI, kein JACK, kein MIDI. Es ist unfair, schon in der Version 0.0.1 diese Ansprüche zu stellen, aber es ist nichts in diese Richtung geplant. Dafür kann man “Instrumente” hinzufügen (wohlgemerkt keine “Spuren”). Worin sich dann die “Instrumente” rein technisch unterscheiden: Richtig! Nur am Icon :-)

Jokosher
Mit Jokosher können auch Anfänger versuchen, Musik am PC zu machen.

Kiko

am 19. August 2006 über Development, Internet

Bei dem ganzen Theater, das Kiko derzeit verursacht muss die Idee von einem Web2.0 Terminkalender ja gar nicht mal so schlecht sein. Was mich aber stört: Ein Terminkalender auf dem Schreibtisch respektive Notebook ist die unpraktischste aller Möglichkeiten. Darum habe ich auch einen MDA. Doch es gibt bisher keine Lösung, nicht einmal einen Ansatz, die Daten irgendeines MDAs, egal mit welchem Betriebssystem, in einen dieser Web2.0-Kalender einpflegen zu können. Die Büro-Monster Outlook und auf Linux-Seite Evolution sind bisher die einzigen, die sich mit den kleinen Geräten verstehen. Und das auch nur über umständliche Schnittstellen wie ActiveSync oder SynCE.

Doch woran liegt das Problem? Jedes Handy und jeder MDA/PDA kann Java oder .NET. Für die Windows PPC eigene Terminverwaltung gibt es fertige APIs für beide Konzepte. Ein kleines Programm für die Clientseite wäre in 10min zusammengehackt. Und trotzdem bekommt das nicht mal der Gigant Google auf die Reihe, dieses Feature in seinen Kalender einzubauen. Das ach so tolle Web2.0 scheint dann doch ziemliche Angst vor der mobilen Anwendung zu haben.

Links für alle

am 6. August 2006 über meta

Ich hab kein Blogroll (weil der letzte Versuch im Chaos endete) und hatte bis jetzt keine Weblinks. Zumindest letzteres hat sich jetzt geändert. Ursprünglich wollte ich auf Scuttle setzen. Doch Scuttle.org erlaubt es scheinbar nicht, dass der RSS-Feed exzessiv gel33ched wird - alle Versuche von meinem Server aus endeten jedenfalls in einem 401 forbidden. (Da wird mein eigenes Scuttle wohl bald Abhilfe schaffen.) Darum habe ich nun einen bis jetzt recht spärlichen del.icio.us-Account, dessen letzten Einträge auch hier im Blog angezeigt werden. Es wird wahrscheinlich Überschneidungen mit dem Tumblelog geben, das ist ob der Vergänglichkeit der Tumble-Beiträge aber eine willkommene Redundanz.

Außerdem ist der Tumblebot derzeit auf meinem Server. Also mich nerven, wenn was nicht tut.

mpg123 lebt!

am 3. August 2006 über Linux, Linux-Audio, Musik

6 Jahre nach der letzten Änderung im Code wird mpg123 wieder weiterentwickelt. So steht zumindest auf der Linux-Audio-Developer-Mailingliste. Warum man den Dinosaurier wiederbeleben möchte? Kein Player ist so schlank und einfach wie das 171kB große Programm. Bei Stabilität und Ressourcenverbrauch steht mpg123 weit vor MPlayer und GUI-Tools wie XMMS und AmaroK. Besonders die Kreativen unter den Linuxern werden sich freuen: Es soll eine JACK-Ausgabe implementiert werden. Damit kann man dann ganz einfach - in welchem Kontext auch immer - MP3s in einem komplexen Setup abspielen. Und das ohne den anderen ressourcenfressenden Anwendungen in die Quere zu kommen.


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M. Herhoffer