Archiv für September 2006

WikiReader Kirchenmusik

am 27. September 2006 über Freiheit, Musik

Zur Vorbereitung auf meine kirchenmusikalische C-Prüfung schreibe ich gerade zusammen mit anderen Prüflingen an einem WikiReader zum Thema “Kirchenmusik”. Das Editieren ist straff organisiert und über Subversion geregelt. Wer sich einen aktuellen Snapshot ziehen möchte, kann dies tun:

svn checkout svn://d135-1r43.de/wr-kirchenmusik

Weitere Infos zur Mitarbeit gibt es unter Wkipedia:WikiReader/Kirchenmusik.

shutdown-do-you-really-want-to-do-this

am 27. September 2006 über Linux

Da ich keinen Login-Manager habe, fahre ich mein System immer mit “shutdown -h now” herunter. Eigentlich recht umständlich, aber ich habe mir das so angewöhnt. Gestern Abend waren auf meinem Notebook vier Konsolen offen, alle unter Root - aber eine davon per SSH auf meinem Server. Und wo tippe ich in aller Hektik “shutdown -h now” ein? Bingo!

Server war sofort tot (danke Paramter “now”) und konnte nicht mehr neugestartet werden. Dieses Problem hatte mein Provider wohl nicht vorgesehen. Ich musste also tatsächlich für 9€ mit einem Supportmitarbeiter sprechen, der die Kiste dann wieder eingeschaltet hat. Das kann ich mir aber nun in Zukunft sparen. “Shutdown” heißt auf meinem Server ab jetzt nämlich “shutdown-do-you-really-want-to-do-this”. Wenn man sich das per Tab-Vervollständigung auf die Kommandozeile holt sollte selbst um 4:00 morgends noch der Groschen fallen.

HOWTO: XGL/Compiz on a Thinkpad x60s with Gentoo

am 19. September 2006 über Linux

There’ve been quite a lot hits on my last blog entry about running XGL/Compiz on a Thinkpad x60s, so I’ve decided to write a more detailed howto. This article will focus on the prearrangement and the configuration of the hardware to run Xgl.

XGL screenshot
Desktop cube with XGL/Compiz

First of all: XGL/Compiz actually runs on my x60s without problems. I’ve no idea why some people proclaim something else. The Intel Graphics Media Accelerator 950 is fully supported by the official Intel i810 driver 1.6.0, which is currently masked with the ~x86 keyword. So you have to tell Gentoo that you want to use the newest i810 version, at least >=1.6.0. i810 only works with the modular Xorg >=7.0.:

Unmask the required package:
# echo "x11-drivers/xf86-video-i810 ~x86" >>\
/etc/portage/package.keywords

Make sure that i810 is added to your VIDEO_CARDS in /etc/make.conf. You should keep vesa and/or fbdev for backup reasons:
/etc/make.conf:
[..]
VIDEO_CARDS=”i810 vesa fbdev”
[..]

Update your system. The new i810 driver will be automatically emerged as a dependency:
emerge -avUdTN world

Now edit your /etc/X11/xorg.conf and configure the i810 driver. Edit the corresponding “device” section after you’ve made a backup copy of your xorg.conf:
/etc/X11/xorg.conf
[..]
Section “Device”
Identifier “Intel i810″
Driver “i810″
Option “RenderAccel” “true”
Option “AllowGLXWithComposite” “true”
EndSection
[..]

Now go to the “Module” section and make sure that the following modules are loaded. Leave the others as they are.
/etc/X11/xorg.conf
[..]
Load “dri”
Load “glx”
[..]

You should delete or uncomment Load "GLcore". This module is needed, but it will mess up if it’s not loaded at the right time. If you delete or uncomment it, Xorg will automatically load GLcore as a dependency at the right time.

Now your x60s is properly configured for the XGL/Compiz stuff. Continue now with the general XGL howto. I would recommend the compiz-quinnstorm packages, as they offer more features and provide a powerful GUI.

References:
[1] http://farmerzonen.dk/x60s
[2] http://www.thinkwiki.org/wiki/Category:X60s
[3] http://flickr.com/photos/submariner/246313348/

XGL läuft

am 16. September 2006 über Linux

Eigentlich bin ich ein militanter Verfechter von spartanischen Windowmanger wie Fluxbox und Co. Doch auf meinem (nicht mehr ganz so) neuen Thinkpad X60s läuft Gentoo mit Gnome. Ich hab mich für diese Desktopumgebung entschieden, weil ich im mobilen Umfeld auf einigen Komfort nicht verzichten will. Und weil ich XGL/Compiz ausprobieren wollte!
Mit gar nicht mal ganz so großem Aufwand hat es geklappt. Als Treiber läuft der Intel GMA 950 mit dem freien (!) Kernel-Modul i810 in der neuen, daher auch instabilen Version (~x86). Wie man den richtig konfiguriert, steht hier. Der übrige XGL-Kram stammt aus dem Portage-Overlay “xgl-portage“, das sich mit layman leicht verwalten lässt. Einen groben Plan bekommt man über das Gentoo-Wiki. Da ich mich nicht in die Untiefen von gconf-editor wagen wollte, verwende ich die Pakete von compiz-quinnstorm, die aus Ubuntu geklaut sind. Die haben nämlich gleich mit compiz-manager einen grafischen Konfigurator für alle Plugins und Parameter.

Anfängliche Probleme mit nicht vorhandenen oder fehlerhaften Xorg-Modulen konnten durch großzügiges (und zeitraubendes) Neu-Kompilieren behoben werden. Ansonsten läuft XGL/Compiz überraschend flüssig.

Ein Problem ist jetzt nur noch, einen gesunden Kompromiss aus Eye-Candy und Useability zu finden. Screenshots von XGL machen keinen Sinn; darum habe ich keine gemacht. Und Screen-Videos zu basteln ist mir zuviel Aufwand. Aber Gottseidank es gibt ja YouTube.

FreedomFS

am 14. September 2006 über Linux

Hans Reiser steht im Verdacht, sich mir unkonventionellen Mitteln seiner Ex-Frau entledigt zu haben. Dummerweise wurde nach Hans Reiser das Dateisystem ReiserFS benannt. Man sollte eben nie irgendwelche Dinge nach noch lebenden Personen benennen.
Mein Vorschlag zur Umbenennung: FreedomFS!

Die Machenschaften der CD-Hüllen-Mafia

am 5. September 2006 über Musik

Schon mal eine Audio-CD gekauft? Bei jeder CD (oder besser: bei jeder CD-Hülle jeder CD) die ich mit teuer Geld erworben habe fallen einem beim ersten Öffnen gleich eine Menge abgebrochener Plastikteile entgegen, die dazu gedacht waren, die CD in der Hülle zu arretieren.

Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass die Musikindustrie eigens Leute dafür einstellt, diese Arretierungen nach einem bestimmten Verfahren abzubrechen. Langwierige Untersuchungen meinerseits haben ergeben, dass der ganzen Sache wohl eine Normalverteilung zu Grunde liegen muss, deren Erwartungswert µ bei ca. 4 abgebrochenen Arretierungen liegt. Wer für meine Messreihe noch weitere Daten liefern kann, darf mir eine eMail schicken.

Frontenwechsel

am 4. September 2006 über Musik

Wirklich “true” war EMP, der Standard-Versender von Heavy-Metal-Ware, eigentlich noch nie. Zu kommerziell soll der Versandhandel sein, er würde mit Hochglanz-Katalogen und Massenware die Anti-Kommerzialität des Genres mit Füßen treten, meinen Kritiker. Das kann schon stimmen, denn der Großteil aller Metal-Shirts, die hierzulande durch die Gegend getragen werden, stammt von dem Lingener Versender.

Und was ist der klischeehafte “Feind” des Metallers? Über welches Musikgenre werden die meisten Witze gemacht? Mit welchem Style sollte man der eigenen Sicherheit zuliebe eher nicht in einer Metal-Kneipe auftauchen? Richtig: Hip-Hop! Doch auch für diese Menschen gibt es einen Versandhandel, der unansehliche Kleidung und nervige CDs verkauft: mzee.com.

Und jetzt muss man nur noch das Impressum der beiden Anbieter vergleichen.


Creative Commons-Lizenzvertrag
Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.
M. Herhoffer