XGL läuft

Eigentlich bin ich ein militanter Verfechter von spartanischen Windowmanger wie Fluxbox und Co. Doch auf meinem (nicht mehr ganz so) neuen Thinkpad X60s läuft Gentoo mit Gnome. Ich hab mich für diese Desktopumgebung entschieden, weil ich im mobilen Umfeld auf einigen Komfort nicht verzichten will. Und weil ich XGL/Compiz ausprobieren wollte!
Mit gar nicht mal ganz so großem Aufwand hat es geklappt. Als Treiber läuft der Intel GMA 950 mit dem freien (!) Kernel-Modul i810 in der neuen, daher auch instabilen Version (~x86). Wie man den richtig konfiguriert, steht hier. Der übrige XGL-Kram stammt aus dem Portage-Overlay “xgl-portage“, das sich mit layman leicht verwalten lässt. Einen groben Plan bekommt man über das Gentoo-Wiki. Da ich mich nicht in die Untiefen von gconf-editor wagen wollte, verwende ich die Pakete von compiz-quinnstorm, die aus Ubuntu geklaut sind. Die haben nämlich gleich mit compiz-manager einen grafischen Konfigurator für alle Plugins und Parameter.

Anfängliche Probleme mit nicht vorhandenen oder fehlerhaften Xorg-Modulen konnten durch großzügiges (und zeitraubendes) Neu-Kompilieren behoben werden. Ansonsten läuft XGL/Compiz überraschend flüssig.

Ein Problem ist jetzt nur noch, einen gesunden Kompromiss aus Eye-Candy und Useability zu finden. Screenshots von XGL machen keinen Sinn; darum habe ich keine gemacht. Und Screen-Videos zu basteln ist mir zuviel Aufwand. Aber Gottseidank es gibt ja YouTube.

4 Antworten auf “XGL läuft”

  1. beza1e1 meint:

    Angeblich müsste bei mir aiglx aktiv sein und Metacity (der default Window Manager für GNOME) als composite manager fungieren. Nur leider gibt’s keine Effekte.

    Compiz tut nicht und gnome-composite-manager gibt’s auch noch nicht als package. Zumindest nicht für Edgy, hät ich bei Dapper bleiben müssen. ;)

  2. d135-1r43 meint:

    Aiglx ist ja schon mal gut, dann müsste man eigentlich nur eine Zeile in der conf ändern und Compiz würde laufen - wenn es verfügbar wäre.

    Mit Metacity kann man allerdings keine großen Sprünge machen. Compiz ist derzeit der einzige Composite Manager, der die berühmten Effekte unterstützt. Ich bin mir aber ganz sicher, dass es schon inoffizielle Möglichkeiten für Ubuntu gibt?

    Compiz ist Mac OS X von der Konzeption übrigens meilenweit voraus. OS X unterstützt nur 2D-Beschleunigung (also pseudo-3D). [A[i]]XGL/Compiz ist aber zu 100% 3D - auch wenn die wirklich coolen 3D-Plugins wie perspektivischer Desktop noch nicht richtig tun.

  3. beza1e1 meint:

    aiglx und meine Geforce4 arbeiten nicht zusammen (nvidia grrr). Mit XGL funktioniert alles, aber ich bleib trotzdem erstmal 2D.

    compiz ist nicht integriert - ich kann zum Beispiel mein Theme nicht mehr per System->Einstellungen->Thema ändern. Außerdem ist mein System etwas langsam. Videos ruckeln in 3D.

  4. d135-1r43 meint:

    Videos ruckeln auch bei mir in 3D, das macht auf meinem Arbeits-Laptop (*lol*) eigentlich nichts. Anonsten versuch doch mal compiz-manager zu installieren. Der ersetzt den Thememanger (der ja nur für Metacity gedacht ist) und schreibt sich zumindest unter Gentoo auch schön sauber ins System-Menü. Außerdem kann man mit dem auch leicht im laufenden Betrieb zwischen Metacity und Compiz wechseln.

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M. Herhoffer