Archiv für Oktober 2006

CDDB

am 5. Oktober 2006 über Freiheit, Internet, Musik

SchallplatteEine der wenigen freien CDDB-Datenbanken, die funtioniert haben, war freedb.org. Seit dieser Woche wird die Datenbank nun kommerziell von der Firma Magix AG geführt, die das Projekt aufgekauft hat. Laut eigenere Info soll die Seite weiterhin frei nutzbar sein und die API sowie alles andere unter der GPL bleiben. Das wird lang und breit erklärt und versichert.

Wie dem auch sei: eine Sache muss man als Benutzer trotzdem beachten. Die URL zum Abfragen der Datenbank über http hat sich geändert und muss in allen Programmen neu eingegeben werden. Sie heißt jetzt freedb.freedb.org/~cddb/cddb.cgi.

No goat, no fake, no compromises

am 4. Oktober 2006 über Musik, Review

Eines vorneweg: Die folgenden Reviews behandeln CDs von christlichen Black Metal Bands (manche Leute nennen das auch “Unblack” Metal). Wer mit dem einen oder dem anderen Probleme hat, darf diesen Artikel gerne ignorieren.

Firethrone: Day Of Darkness And Blackness

Cover FirethroneWer sich das Logo und das CD-Cover anschaut wird einige (parodistische?) Parallelen zu gewissen Standard-Satanisten nicht leugnen können. Alleine schon deshalb haben sich die christlichen Firethrone nicht gerade viele Freunde in der sekulären Welt gemacht. Doch das Wichtigste ist die Musik: Eine klassische, teilweise recht breiige Oldschool-Produktion durchsetzt mit ein paar säbelnden Riffs und hämmernden, nicht virtuellen Drums. Der Gesang ist recht tief, ob der exzessiven guturralen Technik und der teils polnischen Sprache jedoch nicht verstehbar. Athmosphäre schaffen martialische Samples (die teilweise etwas an das letzte Dimmu-Borgir-Album erinnern) und die düstere Grundstimmung effektvoll unterstreichen. Der Gesang ist manchmal etwas mit Effekten zugekleistert, was letzten Endes aber sogar richttig gut und originell klingt. Alles in allem eine der besseren CDs im Fahrwasser von Horde, welche die 8$ Wert ist, die man direkt beim Label Son of Man Records löhnen muss. Leider kann ich nicht völlig durchschauen, wie “arisk” die Band ist. Wer dazu was weiß, darf gerne kommentieren.

Eulogium: Where Solace Is Mine

Cover EulogiumDiese amerikanische Ein-Mann-Band aus den USA klingt durchweg eher doom-lastig als hämmernd und treibend. Die Drums sind etwas schwach, dafür ist der Gesang recht gut verständlich. Nicht zuletzt dank dem geschliffenen und lyrischem Englisch der Texte. Die Produktion ist recht transparent und nervt nicht. Matsch und Klangbrei gibt es nicht. Zudem brechen ab und an recht schöne Melodien durch, auch die Texte sind teilweise recht positiv - auch wenn natürlich Tod und Verderben dominant bleiben. Durchweg hat die CD ein sehr hohes Niveau, ist episch und abwechslungsreich, aber niemals kitschig oder primitiv. Alles in allem sehr gut und empfehlenswert. (Erhältlich bei Son Of Man)


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M. Herhoffer