Orgelplagen

SchwachsinnNur damit der Rest der Welt einmal eine Ahnung bekommt, mit welchen Auswüchsen non-urbanem provinzialischem Schwachsinn sich der gemeine Landorganist ärgern darf: Das Bild ist eigenhändig mit meiner Telefonkamera aufgenommen und zeigt die Disposition einer Orgel, für die zu spielen ich bezahlt werde. Der Kenner wird bereits beim ersten Studieren des Bildes vom Stuhl gefallen sein, für alle anderen eine kurze Erklärung: Die Orgel klingt wie ein Orchester aus Oboen, Klarinetten und Akkordeonen. Da ist es verdammt schwierig, gewisse Grundsätze würdig umzusetzen. Wohlgemerkt: Links ist Manual I, rechts Manual II. Und für so etwas hat der Kirchensteuerzahler 5 Prozent seines Einkommens geopfert.

Wer jetzt behauptet, man könne doch einen Cantus Firmus spielen, der möge dies bitte testweise in just jener Kirche ausprobieren und die Stimmen zählen, die dann noch mitsingen.

4 Antworten auf “Orgelplagen”

  1. Thomas meint:

    Wo steht denn das gute Stück? Schon schwach, dass es nicht mal einen Prinzipal 8′ gibt. Ich dachte, das sei Standard.

  2. d135-1r43 meint:

    Ich sage mal allgemein: Im Zabergäu.

    Der „Prinzipal 8′“ ist im Pedal zu finden, dessen Register nicht auf dem Foto sind. Ich bin aber überzeugt, dass der auch nur irgendeine komische Transmission ist.

  3. Moritz meint:

    Das gute Stück steht in Haberschlacht. Ich finde es vorallem bemerkenswert, dass es in beiden Manualen keine Pfeife gibt, die größer als 4′ ist, denn auch der 8′ ist gedeckt. Im Pedal gibt es meines Wissens nur einen 16′, oder?

  4. d135-1r43 meint:

    Stimmt, es war ein gedeckter, kaum hörbarer 16′ im Pedal. Aber trotzdem eine Transmission vom Gedeckt 8′.

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M. Herhoffer