Pinnwand im Web 2.0
“Mist, war das schon letzte Woche?” In diesem Jahr hab ich schon zweimal tolle Konzerte verpasst, weil zwischen Ankündigung im Netz und Termin viel zu viel Zeit liegt, in der man beides wieder vergisst. Für solche und zig andere Fälle gibt es jetzt eine neue Web-2.0-Seite, die jedem Benutzer eine virtuelle Pinnwand für Veranstaltungen, Konzerte, Kneipen, Bars, Restaurants und Co. bereit stellt. Zooners.com heißt die Plattform und ich durfte bereits vor dem heutigen Start als Betatester die Seite testen.
Schön ist: Zooners versucht gar nicht erst, eine neue Community zu gründen auf der man Freundesfreunde findet oder die Grinsefotos vom Wochenende anschauen kann. Ganz kompakt und direkt kann man sich auf mehreren privaten Pinnwänden s.g. “Zooncards” anordnen. Eine Zooncard trägt alle relevanten Infos zu einem Event oder einer Location, in Zeiten von Web 2.0 natürlich mit Google Maps und allem möglichen Ajax-Schnickschnack. Fotos kann man auch anheften, die Struktur ist sehr flexibel. Egal ob das Event einmalig, regelmäßig oder dauerhaft ist — alles ist abgedeckt.
Auf meiner Pinnwand gibt es derzeit zwei Kärtchen:

Einmal das Metalkonzert von Miseration in Neckarsulm und der sicher geniale Humppa-Gig von Eläkeläiset im Karlsruher Substage. Freilich hab ich wegen dem noch recht mauen Bestand an Daten die Karten selbst angelegt. Das ging aber recht einfach — und liegt natürlich auch in meinem Interesse wenn ich an der Veranstaltung beteiligt bin. Besonders und gerade für Veranstalter ist Zooners darum sicher eine recht brauchbare Plattform. Da es derzeit auch keine Möglichkeit zur Bewertung oder Benutzer-Kritik gibt ist die Eigenwerbung sicher sogar willkommen.
Was bringt es? Als persönliche Merkliste taugt die Plattform sehr. Ein bisschen stöbern, Interessantes vormerken und selber Karten erstellen macht Spaß und ist effektiver als zig Tourtermine und Location-Kalender durchzugehen. Was ich ein wenig vermisse ist die Möglichkeit, seine Pinnwand öffentlich zu machen. Klar würde das wieder in Richtung Community-Building gehen, seinen Freunden aber kurz und übersichtlich mitzuteilen wann man wo welches Event besucht ist sicher eine praktische Sache. Bereits implementiert ist die Vernetzung mit anderen Diensten: Recht geschickt und schnell kann man ein Event twittern oder ins Facebook stellen. Ein Export in den eigenen Terminkalender ist wohl geplant. Einzig ein wenig simpel kommt das Design daher. Das ist in Zeiten von shiny funky GUIs aber auch mal etwas erfrischend Anderes. Funktional ist die Oberfläche nämlich allemal.


3. April 2009 um 12:00
get into the Zooners…
[Trigami-Review]
Es gab mal endlich wieder eine Trigami Rezension die ich machen wollte, nach all den Green DSL und Co Aufträgen und Advertorials. Heute schauen wir uns gemeinsam mal Zooners.com an, eine Art kollaborativer Eventkalender und Merker.Wa…
11. April 2009 um 17:17
Mh, das klingt zwar ganz nett, aber tut es ein einfacher Kalender nicht auch um Konzerttermine im Auge zu behalten? Oder findest Du das gut, weil es Merkliste und eine Übersicht über Konzerte miteinander verbindet? Aber Konzertlisten gibt es doch auch schon einige und der Aufwand ein interessantes Konzert in seinen Kalender einzutragen dürfte doch nicht so aufwendig sein.
11. April 2009 um 17:21
Mein Terminkalender im iPhone ist eine sehr verbindliche Sache. So eine Pinnwand mit Konzerten ist dann eher eine Mindmap, eine Erinnerung und eine Planungsgrundlage. Dafür taugt es sehr gut. Wenn ich Tickets habe, dann wandert der Termin natürlich in meinen Kalender. Hoffentlich bald mit einem Klick als iCal-Download…