Archiv für die Kategorie'Informatk'

YouTube Hotspot Algorithmus

am 16. Dezember 2009 über Informatk, Internet

Heute war am KIT ein Vortrag eines Mitarbeiters von YouTube (ergo Google). Neben sehr interessanten Dingen zur Infrastruktur von Google war eine Sache dann doch interessant: Die Funktion HotSpot.

HotSpot ist eine Statistikfunktion für Anbieter von Videos. Sie können damit sehen, an welchen Stellen ihre Videos besonders gut oder schlecht sind. Und wie geht das?

YouTube verarbeitet ausschließlich die Daten, wann ein Benutzer das Video abbricht und nicht weiterschaut. Für jede Klasse von Videos einer bestimmten Länge wird dann statistisch eine Funktion bestimmt, wann die Besucher das Video im Durchschnitt wegklicken. Diese Funktion ist dann die Normalisierung 0, auf der dann die Absprungstatistik des eigenen Videos abgetragen wird. Sprich: Man bekommt als Anbieter eine Kurve präsentiert, die zeigt wann das Video besser und wann das Video schlechter als alle anderen in der Länge vergleichbaren Videos sind.

Aussehen tut das dann so:

Testen kann man das schon, wenn man die Beta(?) von InSight aktiviert bzw. besucht, was über http://www.youtube.com/my_videos_insight funktioniert, wenn man als Videoanbieter angemeldet ist. Allerdings braucht man mehr als 1000 Hits auf seinem Video.

Weitere Beta-Spielereien gibt es auf der Seite http://www.youtube.com/testtube

Neues Tumblelog

am 15. Dezember 2009 über Informatk, Kultur

Mein altes Tumblelog wurde immer mehr zu einer diffusen Sammelstelle von Links aller Art. Darum habe ich nun ein neues gegründet, um fortan sauber zu trennen:

http://d135-1r43.tumblr.com wird von nun an nur noch technische Links beherbergen. Wissenschaftliche Dinge zu meinem Fachgebiet, der Informatik, aber auch praktische Aspekte wie Marketing im IT-Bereich sowie ein bisschen Netzkultur und Politik. Mein neues Ziel ist es, das Tumble auf seriöse Links zu beschränken.

http://creativitylog.tumblr.com ist neu und wird nur Inspirationen jeglicher Art beinhalten: Schwerpunkt auf Grafiken, Tutorials, Fonts — aber auch zu originellen Produkten, guter Software oder Kunst. Damit ersetzt das Tumblelog mein inzwischen sehr unübersichtliches Lesezeichen-Verzeichnis, das ich seit mehreren Jahren pflege. Peu á peu werde ich diese Link in dem Tumble posten. Ziel ist es, beim Schmökern in dem Tumble neue Ideen, ganz egal für was, zu bekommen.

Tumblr.com erlaubt, dass mehrere Redakteure in dem Tumble mitarbeiten. Wer möchte sich mir anschließen?

Mein Twitter wird nach wie vor alles zusammenfassen und wie eh und je auch unnützen Spam ins Internet setzen.

Lange Texte

am 28. November 2008 über Informatk, Internet, Kultur

Als Stundent muss man ab und an auch “echte” Texte für Seminare und sonstige Dinge schreiben. Damit zumindest ein paar Leute diese Texte lesen, hier mal die Links zu meinen der letzten Monaten:

“Botnetze” in “Hacking und Hackerabwehr”, ITM Uni Karlsruhe (PDF, 3.3M)

Botnetze sind ein lustiges Spielzeug für gleich eine ganze Reihe von sicherheitsrelevanten Angriffen im Internet. Ein großer Teil des Spams und jegliche dDoS-Attacke geht auf das Konto dieser Heerscharen von Oma-PCs, die von einem bösen Hacker zentral gesteuert werden. Wie sich diese Netze aufbauen, wie sie sich vermehren, wie man sie kontrolliert und wie man Spaß haben kann sie kaputt zu machen steht in dem Artikel. Drumherum gibt es noch weitere Texte aus dem weiten Thema Hackingabwehr.

RFID und Datenschutz, IPD und ZAK Uni Karlsruhe (PDF, 3.0M)

Die kleinen Chips, die im Kaufhaus immer piepsen wenn die Kassiererin zu doof zum Deaktivieren war, sind heute bereits in vielen Bereichen im Einsatz. In Zukunft werden RFID-Chips ein wesentlicher Bestandteil des “Ubiquitblablub Internet” sein (von dem keiner genau weiß, was das eigentlich ist oder werden wird). Der Artikel beschreibt weniger technisch (denn die ZAK’ler sollen ja auch noch verstehen worum es geht) die Problematik des Einsatzes von RFID in der bürgerlichen Gesellschaft beim Endverbraucher. Er bietet zudem einen aktuellen politischen Diskurs und erläutert aktuelle Entwicklungspläne der EU für die nächsten 10 Jahre.

Figuring Out Computer Science

am 8. September 2007 über Informatk

Andi had a great idea. He asked some well-known computer scientists via email the following question:

What are the most important problems in computer science?

He got some very interesting replies. Some of them were very general, some were quite specific. Some are down to earth and some are based on an utopian demand. And Andi asked for his readers’ opinions. Well, as a student I can’t compete with my professors, but I can try to make a good point.

Computers are the creation of humans. They have emerged out of nothing, they have been invented and developed on the basis of science and the art of engineering. They are intended to help the humans, to solve their problems and to do the work that is not worth to consume the humans’ precious time. But the humans currently are not able to communicate with their own creation in and intuitive an natural way. Until now it has been impossible to teach the elementary basis of human interaction to a computer. We have to rely on strange languages that are too limited to be called a human language. They cannot compete with even the easiest expressions of a natural language, although they are able to describe everything that is turing-complete. So we have to give up all intuitive and natural approaches and have to develop models and techniques (the scientist calls them algorithms) we would not even consider in a manual approach. Until now we are only able to solve a specific problem with a computer if we have already found a general solution for a whole group of similar problems. And finding that general solution and putting it in a model that is interpretable by a computer is quite difficult.

So the great challenge in computer science is definitely linked to cognition, perception and communication. Intuitive matters like “learning by example”, communication in natural speech and perception of events beside mouse gestures and key presses should be in the center of computer science. If there was one program that is usable by everyone in an intuitive way and that is capable of solving any solvable problem, then the computer scientists have won.

Go for Tumble!

am 17. Juli 2006 über Informatk, Internet

Andi hat ein tolles Skript programmiert: Ein TumbleLog. Irgendjemand hat das Phänomen einmal so beschrieben:

“A tumblelog is a quick and dirty stream of consciousness, a bit like a remaindered links style linklog but with more than just links. They remind me of an older style of blogging, back when people did sites by hand, before Movable Type made post titles all but mandatory, blog entries turned into short magazine articles, and posts belonged to a conversation distributed throughout the entire blogosphere. Robot Wisdom and Bifurcated Rivets are two older style weblogs that feel very much like these tumblelogs with minimal commentary, little cross-blog chatter, the barest whiff of a finished published work, almost pure editing…really just a way to quickly publish the “stuff” that you run across every day on the web.”

Was das Skript so kann und wie es funktioniert hat Andi in einem eigenen Blogeintrag beschrieben: Ein Jabber-Bot lauscht 24/7 auf Nachrichten, sammelt alles was er mitbekommen und schreibt (je nach verwendetem Syntax) jede Nachricht als Element in einen Feed. Das Schöne an der Sache ist, dass mehrere Leute mit-tumblen können - sogar in gewisser Weise anonym. Das Tumblelog ist praktiziertes Chaos. Kein Zusammenhang, keine Kategorien, nicht einmal der Name des Autors. Zudem sind die Einträge vergänglich - nur 10 Stück werden gespeichert. Ein Archiv gibt es nicht.

Derzeit tumblen Andi und ich in dem Tumblelog. Vielleicht werden wir noch mehr. Hoffentlich so viele, dass sich das Log noch schneller ändert.

Zu lesen ist es bis jetzt dort und hier in meinem Blog.

Paradigmenwechsel

am 5. Januar 2006 über Informatk

Objektorientierung oder Funktionale Programmierung? Diese Frage ist stets ein Quell endloser Diskussionen. Und ich halte mich aus dieser Debatte schön heraus und stelle ein völlig anderes Konzept vor: Das Datenstromorientierte Programmieren (Dataflow Programming). Die Versuchung lieht nahe, dieses Prinzip gleich mit einem Beispiel aus dem Audio- oder Videobereich vorzustellen. Als Informatiker braucht man aber eine formale, allgemeine Beschreibung. Hier mein Versuch.
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Dorabella Cipher

am 21. Dezember 2005 über Informatk, Mathematik, Musik

Portrait Edward ElgarEs gibt viele Komponisten, die nebenbei auch noch ambitionierte Mathematiker waren (oder umgekehrt). Ein Extrem ist aber sicher der Brite Edward Elgar. Er hat nicht nur die berühmten Enigma-Variationen komponiert bzw. berechnet, sondern hinterließ der Nachwelt auch noch eine Chiffre, die bis jetzt noch nicht “geknackt” werden konnte.
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M. Herhoffer