Archiv für die Kategorie'Kritik'

Pinnwand im Web 2.0

am 1. April 2009 über Internet, Kritik, Review

[Trigami-Review]

“Mist, war das schon letzte Woche?” In diesem Jahr hab ich schon zweimal tolle Konzerte verpasst, weil zwischen Ankündigung im Netz und Termin viel zu viel Zeit liegt, in der man beides wieder vergisst. Für solche und zig andere Fälle gibt es jetzt eine neue Web-2.0-Seite, die jedem Benutzer eine virtuelle Pinnwand für Veranstaltungen, Konzerte, Kneipen, Bars, Restaurants und Co. bereit stellt. Zooners.com heißt die Plattform und ich durfte bereits vor dem heutigen Start als Betatester die Seite testen.

Schön ist: Zooners versucht gar nicht erst, eine neue Community zu gründen auf der man Freundesfreunde findet oder die Grinsefotos vom Wochenende anschauen kann. Ganz kompakt und direkt kann man sich auf mehreren privaten Pinnwänden s.g. “Zooncards” anordnen. Eine Zooncard trägt alle relevanten Infos zu einem Event oder einer Location, in Zeiten von Web 2.0 natürlich mit Google Maps und allem möglichen Ajax-Schnickschnack. Fotos kann man auch anheften, die Struktur ist sehr flexibel. Egal ob das Event einmalig, regelmäßig oder dauerhaft ist — alles ist abgedeckt.

Auf meiner Pinnwand gibt es derzeit zwei Kärtchen:

Meine Pinnwand

Einmal das Metalkonzert von Miseration in Neckarsulm und der sicher geniale Humppa-Gig von Eläkeläiset im Karlsruher Substage. Freilich hab ich wegen dem noch recht mauen Bestand an Daten die Karten selbst angelegt. Das ging aber recht einfach — und liegt natürlich auch in meinem Interesse wenn ich an der Veranstaltung beteiligt bin. Besonders und gerade für Veranstalter ist Zooners darum sicher eine recht brauchbare Plattform. Da es derzeit auch keine Möglichkeit zur Bewertung oder Benutzer-Kritik gibt ist die Eigenwerbung sicher sogar willkommen.

Was bringt es? Als persönliche Merkliste taugt die Plattform sehr. Ein bisschen stöbern, Interessantes vormerken und selber Karten erstellen macht Spaß und ist effektiver als zig Tourtermine und Location-Kalender durchzugehen. Was ich ein wenig vermisse ist die Möglichkeit, seine Pinnwand öffentlich zu machen. Klar würde das wieder in Richtung Community-Building gehen, seinen Freunden aber kurz und übersichtlich mitzuteilen wann man wo welches Event besucht ist sicher eine praktische Sache. Bereits implementiert ist die Vernetzung mit anderen Diensten: Recht geschickt und schnell kann man ein Event twittern oder ins Facebook stellen. Ein Export in den eigenen Terminkalender ist wohl geplant. Einzig ein wenig simpel kommt das Design daher. Das ist in Zeiten von shiny funky GUIs aber auch mal etwas erfrischend Anderes. Funktional ist die Oberfläche nämlich allemal.

Total Armaggeddon Hillsong Worship Holocaust

am 2. Januar 2009 über Glaube, Kritik, Musik

Metal und Worship-Musik? Das sind (auch in der explizit christlichen Metalszene) zwei Dinge, die wohl nicht zusammenpassen. Da gibt es zum einen den harten Metal, der zumindest im christlichen Teil der Szene ein wenig elitär daherkommt und textlich meist einen gewissen Tiefgang in Anspruch nimmt. Auf der anderen Seite gibt es dann den gemeinen Worship. Pop, einfach Akkorde, einfache Texte. Diese Form des “geistlichen Liedes” ist heute in fast allen modernen Kirchen ein wesentliches Element im Gottesdienst und hauptsächliches musikalisches Medium. 

Freunde der harten Musik hatten bisher eines gemein: Sie mögen keinen Worship-Pop. Nur weil die musikalische Form nicht stimmt? Herausfinden kann man das anhand einer neuen CD, die das christliche Metal-Label “Bullroser Records” auf den Markt gebracht hat. Die Scheibe nennt sich “Scandinavian Metal Praise” und ist für ein wenig Geld käuflich in den einschlägigen Shops zu bekommen. Geboten werden einem tatsächlich bekannte, poppige Hillsong-Worship-Songs, unterlegt mit harten Gitarren, Riffs und treibenden Drums. Die Musiker der Projektes sind unbekannt, Kenner können aber gewisse Assoziationen ziehen. 

Reinhören lohnt sich auf jeden Fall. MySpace bietet hier einige Songs in voller Länge. Solide produziert ist das Album auf jeden Fall. Auch interessant: Nun kann sich mal nicht der Metaller dem Christentum annähern, sondern der gemeine Pop-Christ dem christlichen Metal. 

Vergessen darf man aber nicht: Einziger Sinn der Platte ist Lobpreis. Wer es hört wird den Musikern und dem Label egal sein. 

Nazis in die Kinderzimmer!

am 20. September 2008 über Kritik, Kultur, Politik

Nazi-SchlumpIch bin im Grunde kein großer Freund von diesen Verschwörungstheorien, die vor allem unter Informatikern gern ein heiß diskutiertes Thema sind. Doch was bringt’s, sich Hirngespinste um so unwichtige Themen wie 9/11, die Bilderberg-Konferenz oder die New World Order zu machen, wenn neonazistisches Gedankengut per Kinderkanal in die Köpfe antiautoritär erzogener Kinder gehämmert wird? Ja, die Schlüpfe sind unterschwellige Propaganda!

Frappierend ist die Ähnlichkeit der Schlumpfmütze mit der Huttracht des Ku-Klux-Klan. Wie auch die des rassistischen Vorbildes ist die Mütze weiß und spitz. Und auch die Riten des KKK weiß das Schlumpfdorf zu schätzen: Dort tanzt man gerne bei Nacht um ein Feuer. 

Das Schlumpfdorf wird von einem patriarchaischem Diktator namens “Papa Schlumpf” geleitet, der an einer roten Mütze zu erkennen ist und dem das Schlumpf-Volk hörig folgt. Darüber steht der Alt-Diktator “Opa Schlumpf” mit einer gelben Mütze. Alle Moral und alles Reglement kommt vom Diktator, der Diktator wird heroisiert und ist in vielen Fällen der Retter aus einer auswegslosen Situation. 

Zudem ist das Schlumpfvolk durchweg männlich — gemäß dem nationalsozialistischen Ideal. Jeder Schlumpf fügt sich mit seinem Beruf in die Gemeinschaft ein. Die einzige Frau im Dorf (Schlumpfine) gewinnt nur marginale Bedeutung als naive Blondine, die sich um die Hausarbeit kümmert. 

Der Erzfeind Gargamel samt Katze Azrael tragen einen hebräischen Namen und bieten all jene Eigenschaften, die dem bolschewistischen Juden zugeschrieben werden: Lange Nase, große Ohren, buckliger Gang. Und: Er möchte, wie es für einen geldgierigen Juden gehört, die Schlümpfe in Gold verwandeln!

Zensur bei YouTube

am 10. August 2008 über Freiheit, Internet, Kritik, Politik

“Don’t do evil”. Das ist das Motto von Google. Und dennoch scheint der Monopolist keine Probleme damit zu haben, sich den chinesischen Zensurvorgaben zu beugen und den einen oder anderen länderspezifischen Filter zu implementieren.

Im freien Europa gibt es sowas nicht, möchte man denken. Sicher?

Nur auf PCs mit deutschen Internetanschluss erscheint das obige YouTube-Video mit dem ladpidaren Hinweis “This Video is no longer available”. Wenn man den Videolink anklickt, ist die Meldung etwas spezieller: “This video is not available in your country.” Menschen aus anderen Ländern bekommen jedoch das Video präsentiert.

Um welche brisanten Inhalte handelt es sich? Es geht um ein Musikvideo der rechtsradkalen Rockband “Landser”. Die Texte sind zweifelsohne rechtsradikal, volksverhetzend, holocaustleugnend, rassistisch und hassverbreitend. Und in Deutschland verboten.

YouTube nimmt dies wohl als Anlass, derartigen Müll auch nur in Deutschland zu zensieren. Über einen schweizer Kontakt (danke an Danilo) bekam ich diesen Screenshot von einer YouTube-Suche nach “Landser”:

Landser

Eine Suche von deutschem PC schaut da anders aus:

Die offiziellen Landser-Videos sind in der Schweiz such- und abspielbar.

YouTube weiß offensichtlich genau, welche Videos volksverhetzend und rechtsradikal sind — schließlich filtert man die für deutsche Besucher munter aus Suchanfragen aus. Aber dennoch werden diese Videos in der Schweiz (und vermutlich in allen anderen Ländern auch) weiterhin dem Internetsurfer angeboten. Das deutsche Gesetz zum Verbot der Rockband Landser (genauer: Beschlagnahme aller Tonträger, da es in Deutschland immer noch die Kunstfreiheit gibt) bekommt unter dieser Perspektive einen ekligen Beigeschmack. Ebenso wie YouTube die Vorgaben der chinesischen Regierung in punkto “Free Tibet” umsetzt ist auch der Anti-Nazi-Paragraph ein weiterer “Filter” für das internationale YouTube.

Darf eine Demokratie antidemokratische Einflüsse zensieren? Und darf man sich dann beschweren und die moralische Keule schwingen, wenn eine sozialistische Diktatur anti-sozialistische und anti-diktatorische Inhalte zensiert?

“Do no evil”.

Wider dem Pamphlet

am 7. April 2008 über Glaube, Internet, Kritik, Musik, Politik

In zwei Wochen werde ich das Paganfest in Ludwigsburg besuchen. Und wie ich soeben erfahren musste, bin ich deshalb ein Nazi. Das „Berliner Institut für Faschismus-Forschung und Antifaschistische Aktion e.V.“ hat auf seiner Internetseite einen hübschen Artikel über jenes welttourende Festival geschrieben. Von Typografie hat der Verfasser wohl keine Ahnung, ein Grafikporgramm hat er wohl auch noch nie bedient. Aber eine Meinung hat er wohl. Eine, die ich nicht teile.

Leider sind es genau jene Pamphlets wie dieser Artikel, welche die linke Ecke immer durch ihre Unseriosität und schlechte Recherche besudeln. Kein einziger Absatz ohne groben Fehler, ohne verdrehte Meinungsmache und Unterstellungen. Was bleibt also? Das mühsame Widerlegen mit knallharten Fakten. Und das Entlarven billiger Meinungsmache auf Kosten Anderer.

Eine Sig-Rune im Logo von Moonsorrow soll eine Verbindung zur Waffen-SS darstellen. Dann müssten wohl Slayer und KISS wahrlich nazistische Hass-Rocker sein. Lateinische Buchstaben lassen sich nach definierten Regeln bijektiv in Runen abbilden. Für das lateinische S gibt es nur eine Möglichkeit: Eben das ᛋ.

Wohl tatsächlich nicht besonders schöne Nazi-Lieder werden im deutschen Urtext aufgeführt. Als Beispiel für den „Stil“ der Band. Nur leider taucht in keinem einzigen Songtext der Band auch nur eine Paraphrasierung eines nur halbwegs mit dem Judentum in Verbindung zu bringenden Wortes auf. Eine solche Argumentation ist unterste Schublade. Ein beliebiges Nazi-Lied ohne Beweise mit einem beliebigen Song von Moonsorrow in Verbindung zu bringen erweist sich nach 20 Sekunden Recherche auf einschlägigen Lyrics-Portalen aber recht schnell als hinfällig.

Kein Zweifel: Moonsorrow ist anti-christlich. Nun zeigt aber meine persönliche Erfahrung, dass die linke Ecke nicht gerade zu Verbündeten der christlichen Weltmission gehört. Wenn der Verfasser aber tatsächlich Wort für die Christen ergreifen möchte: Nur zu! Da wird er jeden Tag in seiner Berliner Heimat sicher ein Black-Metal-Konzert finden, wo er das Kreuz hochhalten kann. Nur antinazistische Texte wird man über die satanische und ergo nicht-heidnische Ecke des Metals nicht schreiben können.

Dass auch die Schweizer Band Eluveitie in den Dreck gezogen wird, setzt der Sache die Krone auf. Ein Freundschaftslink zu „Holy Blood“ soll deren rechte Gesinnung beweisen. Nur dumm, dass „Holy Blood“ eine der wichtigsten christlichen Folk-Bands sind. Und Eluveitie selbst? Ihr Gitarrist und Sänger wird beim christlichen Musikfestival „Elements of Rock“ die Gottesdienste musikalisch begleiten.

Ein weiteres Indiz für die Rechtslastigkeit: Die deutsche Sprache! „Verweise“ statt „Links“ nennt der Verfasser „Sprachsäuberung“. Ich werde morgen am Kiosk mal nach der englischsprachigen taz suchen.

Nundenn. Wo Argumente nicht ziehen, braucht man wohl Ausrufezeichen. Und die gibt es im Artikel genug. Bleibt zu hoffen, dass diese Lächerlichkeit in der Müllhalde des Internets verrottet und keine Kreise zieht. Rechte Musik ist ein Ärgernis, perfide Unterstellungen aber ein größeres.

MySpace ist Politik

am 24. März 2008 über Internet, Kritik, Kultur, Musik

MySpace Logo

Kaum vorstellbar: Jenes Konglomerat aus blinkenden Bildchen, Flash-Videos, brüllenden Medienspielern und lustigen Fotos namens MySpace ist inzwischen zu einem der wichtigsten Kanäle für die Musikszene geworden. Kaum eine Band kann es sich mehr leisten, nicht mitzumachen. Warum aber ist diese Mordor des Internets so mächtig geworden?

MySpace ist alles andere als komfortabel und ansehnlich. Das Layout ist in Sachen Hässlichkeit und Unbenutzbarkeit kaum mehr zu überbieten. Während die Konkurrenz mit tollen Web2.0-Effekten aufwartet, bleibt MySpace den statischen HTML-Tabellen treu. Kästchen für Kästchen wird das optische Chaos komplettiert. Und wer als Außenstehender glaubt, die unterschiedlichen MySpace-Designs seien ein besonderes Feature, der irrt: Alles muss der Benutzer über unschöne und kaum zu durchschauende Hacks selber basteln. MySpace filtert CSS-Daten in den Inhaltsfeldern nicht heraus. Jegliche Anpassung des Layouts erfolgt also durch Überschreiben des ursprünglichen CSS. Identifizierer wie table table td.text table td.text span.btext sind da noch von der harmlosen Sorte.

Was macht MySpace aber so erfolgreich?

Wie MySpace zum Status Quo gekommen ist, kann wohl so keiner wirklich verstehen — was man dort aber vorfindet, ist von immensem kommerziellen Belang. Man findet für jede nur erdenkliche Zielgruppe zwischen 12 und 30 Jahren ein passendes Netzwerk (Clique nennt der Graphentheoretiker so etwas), welches mehr oder minder automatisiert gezielt beworben werden kann. Mittel des Zwecks sind hierbei Freundesanfragen um schlicht auf sich aufmerksam zu machen oder Kommentare, die mit Bildern versehen alles Erdenkliche bewerben können. MySpace erschließt den Bands, und vor allem jenen jenseits des Mainstreams, ein großes und exakt passendes Publikum. Dass sich Bands, Labels und neuerdings auch Filme also ein solches Profil zulegen ist ergo von rein kommerziellen Zielstrebungen getrieben.

Und der Internetnutzer in pubertären Jahren meldet sich ohnehin überall an, wo man seine Langeweile loswerden kann. Und wenn man dann noch direkt und unmittelbar virtuelle Freundschaft mit seinen Idolen schließen darf, dann wird MySpace erst recht zur ersten Wahl. Insbesondere jene kaum zu durchschauende Gattung der Emo-Core-Hörern (oder Emo-Stil-Nacheiferern) hat in MySpace wohl die ideale Plattform gefunden, sich selbst ohne die schützenden vier Wände zu verlassen stilecht, narzisstisch und selbstmystifizierend präsentieren zu können. MySpace wird zum virtuellen Catwalk all jener, die in der realen Welt nicht jene Beachtung finden, die sie suchen.

Der musikinteressierte Nutzer wird vor allem Gefallen an den Medienplayern finden. Wer ein Klangbeispiel einer Band braucht, wird auf der MySpace-Seite fündig. Schnell und unkompliziert tönt sofort das wichtigste qualitätsdefinierende Merkmal einer Band aus den Boxen: Ihre Musik. Das geht nirgends so gut wie auf MySpace. Was drumherum an *HDL* und *lol* ansteht, interessiert dann überhaupt nicht.

Und auch zum Geschäfte machen taugt MySpace. Wie kommt man leichter in Kontakt zu einer Band oder zu einem Veranstalter als über ein schlichtes „Nachricht senden“? Als Mitmacher von Kulturwerk Orange sehe ich, dass 90% aller Bewerbungen von Bands über MySpace eingehen. MySpace ist der erste Schritt für eine Geschäftsbeziehung — wenngleich eine rasch kopierte MySpace-Nachricht jedoch wahrlich nicht die klassische Promo-Mappe ersetzen kann.

Ob diese Vorteile aber alle vom MySpace-Gründer Tom Anderson (ja, genau der, der 229.861.630 „Freunde“ hat) so intendiert waren, wage ich zu bezweifeln. Angesichts der 580 Mio. Dollar die er von Rupert Murdoch aber bekommen hat, wird ihm das ziemlich egal sein.

Hosen-in-den-Socken-Träger

am 18. Februar 2008 über Kritik, Kultur, erlebt

Modern scheint derzeit zu sein: Seine Hose in (zumeist weiße) Socken zu stopfen. Die mir völlig fremde Subkultur der hippen Hopper scheint mit diesem neuen Trend Maßstäbe setzen zu wollen. Schon immer habe ich mich gefragt, wie die oftmals recht weiten Hosen denn in diesen feinen und filigranen Socken von Aldi stecken bleiben.

Heute in der S-Bahn setzte sich ein stilecht gekleideter Vertreter der Hip-Hop-Szene mir gegenüber. Alsgleich wurde mir das Geheimnis offenbart: Der gemeine Hosen-in-den-Socken-Träger fixiert seine “Baggypants” in den Tennissocken mit roten Gummbibändern aus Mamas Küchenschublade! Diese werden so kaschiert, dass sie nur äußerst schwer zu erkennen sind. Eine geniale Idee.

Als der Schaffner kam, musste der Hosen-in-den-Socken-Träger 60 Euro bezahlen. Leider nicht wegen seinen stilistischen Verfehlungen. Er hatte keinen gültigen Fahrausweis.


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M. Herhoffer