Archiv für die Kategorie'Kultur'

Neues Tumblelog

am 15. Dezember 2009 über Informatk, Kultur

Mein altes Tumblelog wurde immer mehr zu einer diffusen Sammelstelle von Links aller Art. Darum habe ich nun ein neues gegründet, um fortan sauber zu trennen:

http://d135-1r43.tumblr.com wird von nun an nur noch technische Links beherbergen. Wissenschaftliche Dinge zu meinem Fachgebiet, der Informatik, aber auch praktische Aspekte wie Marketing im IT-Bereich sowie ein bisschen Netzkultur und Politik. Mein neues Ziel ist es, das Tumble auf seriöse Links zu beschränken.

http://creativitylog.tumblr.com ist neu und wird nur Inspirationen jeglicher Art beinhalten: Schwerpunkt auf Grafiken, Tutorials, Fonts — aber auch zu originellen Produkten, guter Software oder Kunst. Damit ersetzt das Tumblelog mein inzwischen sehr unübersichtliches Lesezeichen-Verzeichnis, das ich seit mehreren Jahren pflege. Peu á peu werde ich diese Link in dem Tumble posten. Ziel ist es, beim Schmökern in dem Tumble neue Ideen, ganz egal für was, zu bekommen.

Tumblr.com erlaubt, dass mehrere Redakteure in dem Tumble mitarbeiten. Wer möchte sich mir anschließen?

Mein Twitter wird nach wie vor alles zusammenfassen und wie eh und je auch unnützen Spam ins Internet setzen.

GTD

am 10. Oktober 2009 über Kultur

Vor einigen Monaten habe ich mir das Buch “Getting Things Done” von David Allen zu Gemüte geführt. Irgendwie wollte ich das Chaos in meiner Aufgabenverwaltung aus Notizzetteln, Ordnern und Collegeblöcken etwas strukturieren. 6 Monate mache ich nun schon “GTD”. Vieles von Allens Vorschlägen ist nützlich und brauchbar, manches nicht. Welche Gedanken ich wie umsetze will ich mal kurz vorstellen:

Eingangskorb

Der zentrale Eingangskorb ist zum wichtigsten Element der Aufgabenverwaltung geworden. Gleich drei habe ich. Einen in der Software Things auf dem Mac und synchron auf dem iPhone. Dort kann ich jederzeit Aufgaben, die mir einfallen, eintippen. Immer und überall. Entweder ich sitze am Rechner oder mein iPhone ist griffbereit — es gibt also keine Situation, die nicht abgedeckt ist.

Die beiden anderen Körbe sind nicht virtuell. Es sind zwei Ablagen, je eine an meinen Wohnsitzen. Dort hinein kommt alle Post, alles aus dem Drucker was noch abgeheftet werden muss und alles was man beim Aufräumen oder sonst wann findet.

Vor allem die “echten” Körbe sorgen für Ordnung. Papier, das rumliegt, gibt es nicht mehr. Unter diesem Aspekt hat GTD schon was gebracht.

Durcharbeiten des Eingangskorbes mit der 2-Minuten-Regel

Einmal am Tag arbeite ich die Eingangskörbe durch. Alle Aufgaben, die in weniger als 2 Minuten erledigt werden können müssen nach GTD sofort ausgeführt werden. Das Abheften einer Rechnung gehört da also dazu, ebenso das Senden einer kurzen Mail. Der Eingangskorb wird damit recht fix genullt, da ich recht papierlos arbeite und Papier in der Regel nur ablegen muss. Der von Allen vorgeschlagene Korb “Nächste Schritte” ist bei mir darum fast immer leer. Allemal eine Zeitung oder ein Magazin, das ich lesen will, landet darin.

Ein Beschriftungsgerät kaufen

Ich habe mir einen Brother P-Touch gekauft. Und es hat tatsächlich etwas gebracht. Beschriftet ist nun sehr viel in meinem Büro. Am Regel steht wo was hin soll, ebenso auf den Schubladen. Auch meine Netzteile und Kabel wissen nun, wo sie hingehören. So doof es klingen mag: Wenn man einen P-Touch in unmittelbarer Nähe hat, dann nutzt man ihn auch. Und das ist sehr nützlich.

Einen Aktenschrank anlegen

Bisher hatte ich keinen Aktenschrank, sondern nur ein paar lose, unsystematische Ordner. Das war unpraktisch, weil das Ablegen von Papier immer zeitaufwändig war. Bei IKEA habe ich mir einen Aspvik gekauft. Das ist ein stabiler Hängemappenschrank aus Metall. Allen ist strikt gegen Hängemappen, ich finde sie für meinen Anwendungsbereich aber sehr praktisch. Eine Mappe zu einer Veranstaltung, einen Grafikauftrag, die Noten eines Komponisten, die Orgelsätze zu den “Neuen Liedern” — alles füllt ziemlich genau eine Hängemappe ohne dass es unübersichtlich wird. Eine Akte in einer Hängemappe habe ich zudem recht fix in meinem Rucksack mobil dabei.

Dynamische Akten

Ich nutze meine Akten dynamisch. Eine Akte heißt etwa “Aktuelle Veranstaltung”. Dort drin ist alles Material zur nächsten anstehenden Veranstaltung, inklusive Referenzmaterial wie die Flyer, die ich dort auslegen soll, die Gemalisten für die Herren Abzocker, die Gestattung, die Gastspielverträge. Am Tag der Veranstaltung packe ich die Akte in meinen Rucksack und kann sicher sein, dass nichts vergessen ist. Danach wandert der Inhalt in die Akte “Veranstaltungen 09″, das Referenzmaterial bleibt gleich drin für das nächste Mal. Und genauso mache ich es mit anderen Bereichen auch: “Aktuelle CVJM-Vorstandssitzung”, “Aktueller Auftrag”, “Aktuelle Setliste/Konzert”. Selbstverständlich sind alle Akten mit meinem P-Touch beschriftet.

Altpapier in Reichweite haben

So banal es klingt: Wenn man das Altpapier immer in Reichweite hat, dann wirft man eher unnützes Papier weg. Ich habe keinen Papierkorb mehr, sondern eine großzügige Kiste, etwas größer als Din-A4 direkt neben meinem Eingangskorb. Zeug das man nicht braucht landet darin recht schnell, wo früher der Müll auf dem Schreibtisch liegen blieb.

“Sind die christlich?”

am 17. Juli 2009 über Glaube, Kultur, Musik

Auch Christen hören Musik. Und ganz besonders gern hören sie christliche Musik. Warum das so ist, hat verschiedene Gründe, auf alle Fälle aber hat sich in nahezu allen Genres so etwas wie eine christliche Subkultur gebildet, die nahezu völlig autark zum Rest der Szene arbeitet. Da fällt eine christliche Band ein riesige Halle — und der uninformierte Nichtchrist wundert sich, warum da mehr Leute kommen als beim säkularen Headliner letzte Woche. Fakt ist: Christliche Musik hat Erfolg.

Warum aber?

Zum einen ist sicher der christliche Hang zu Seilschaften zu nennen. Ein Christ möchte mit dem CD-Kauf Christen unterstützen, ein christlicher Booker bucht christliche Bands, ein christliches Versandhaus bietet nur christliche CDs an. Der gemeine Christ scheint sich besonders wohl zu fühlen, wenn die rein geschäftlichen Beziehungen auch einen Christen an der anderen Seite haben.

Ein weit wichtigerer Punkt ist aber: “Das ist mein Thema!” Sei es aus tatsächlicher Überzeugung oder aus Schönrederei: Ein Christ fühlt sich wohler, wenn ihm die Inhalte seiner Glaubenswelt auch im Konzert begegnen. Der Bescuh christlicher Konzerte wird zu einem Akt der Selbstdefinition. Während der Nachbar mit “Rock am Ring”-Bändchen am Arm für das dort aufgedruckte Bier Werbung läuft, trägt der Christ seine Bändchen vom “Teenager Missions Treffen” oder “Legends Of Rock” fast schon mit provozierender Haltung.

Kommerziell erfolgreicher?

Nein, die christliche Musikszene ist nicht kommerziell erfolgreicher als die säkulare, aber sie kann mit weniger Aufwand kommerziell erfolgreich sein. Die Zielgruppe ist überschaubar, es gibt nur wenige Medien in der Szene die man bedienen muss, die Vertriebswege sind klar und bekannt. Eine kleine Ausnahme bildet aber sicher die USA. Wer sich dort zum christlichen Glauben bekennt, kann auf den “Mama erlaubt mir es, die Musik zu hören”-Effekt vertrauen. Während Metallica und Co. gerne aus Kinderzimmern verbannt werden, erlauben konservative Eltern P.O.D. oder Demonhunter (wohingegen letztere deutlich zweifelhaftere pro-militaristische Texte haben als Metallica je hatte).

Bessere Musik?

Jein. Im Mainstream der christlichen Musik gibt es den selben Mist wie in der säkularen Szene auch. Es gibt quietschigen Teen-Pop (sehr beliebt und sehr erfolgreich), poppigen Core und pseudo-bösen Nu-Metal. Aber es gibt neben dem Mainstream in der christlichen Szene mehr als anderswo die Möglichkeit, musikalisch experimentell zu arbeiten. Bands wie Saviour Machine, Extol oder Kekal haben stilistisch Maßstäbe gesetzt und sind bis heute einzigartig.

Was bleibt ist die strikte Trennung zwischen säkularer und christlicher Musik. Und das auf allen Bereichen. Warum ist mir selbst ein Rätsel. Bis auf P.O.D. hat es keine christliche Bands “der Szene” je geschafft, eine säkulare Festivalbühne zu entern (wobei Saviour Machine schon auf Wacken gespieltt hat, vor Cradle of Filth). Schuld sind aber nicht nur die säkularen Veranstalter, sondern auch die christlichen. Darum sollte man in den eigenen Reihen anfangen: Mehr säkulare Bands in von Christen organisierten Konzerten!

Dornenreich in Würzburg

am 25. März 2009 über Kultur, Musik, Review, erlebt

Es gibt nur noch wenige Bands, für die ich 100 Kilometer weit fahren würde. Zu viele Metal-Bands habe ich schon gesehen und gehört, teilweise mehr als einmal — und zu gleich klingen sie alle. Dornenreich ist im Einheitsbrei des inzwischen sehr gefällig gewordenen Metal der Gegenwart eine rühmliche Ausnahme. Mit zwei weiteren Bands waren die österreichischen Avantgarde-Metaller auf Tour. Dornenreich besteht heute im Kern aus dem Sänger und Gitarristen Jochen „Evíga“ Stock und dem Violinisten Thomas „Inve“ Riesner. Sowohl akustische als auch elektronsiche Alben wurden produziert.

Die lokale Vorband haben wir trotz oder gerade wegen dem Aufsuchen einer Filiale des “Güldenen M” dankenswerterweise verpasst.

Mely

Doom würde ich ihre Musik nennen. Und alles was Doom und Thrash heißt, sei es auch nur im Präfix des Wortes “Einfluss”, gefällt mir nicht. Das ist reine Geschmackssache und kein Qualitätsmerkmal. Allenfalls herausragend war bei Mely der mehrstimmige, sehr kraftvolle und gut intonierte Gesang, der zwischen den Grunts ab und an durchbrach. Ansonsten konnte die Musik trotz Vorhandensein eines Keyboarders mein Interesse kaum wecken.

Agalloch

Weiters recht unkonventionell und progressiv ging es mit Agalloch weiter. Die amerikanische Band streifte widerum den wenig in Fahrt kommenden Doom-Metal — die progressiven Einschläge, die Epik und die komplexen Strukturen haben mir aber gefallen. Der Gesang war äußerst sporadisch, aber dennoch gut — die Stücke trugen sich durch lange Instrumentalparts. Die Bühnenshow ohne den Anflug einer Inszenierung mochte (auch dank blinkendem und völlig überdimensioniertem Bühnenlicht) nicht so recht zu der Stimmung passen. Dennoch eine gute Band, eine kleine Überraschung — aber kein Hochgefühl in den gefühlten 3 Stunden epischer Musikdarbietung.

Dornenreich

Enttäuscht war ich 2007, als Dornenreich beim Summerbreeze zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in elektronischer Besetzung auftraten. Gleich der erste Song musste damals abgebrochen werden, der Sound war wie auf einem Festival generell üblich recht unterirdisch und passende Stimmung kam zwischen betrunkenen Emocore-Kiddies nachts um 1:00 Uhr nicht wirklich auf. Im Club war diese aber halbwegs spürbar. Der Sound war gut, wegen des fehlenden Basses aber nicht perfekt. Die Gitarre hatte viel zu viel zu tun, die Violine konnte jedoch Akzente setzen und Bögen spannen. Überragend war das Schlagzeug. Der flüsternde Gesang kann ob der Lautstärke live nicht umgesetzt werden, umso erstaunter war ich, dass auch Grunting und Screaming zu den Songs passte.

Diese stammten fast ausschließlich aus dem Album “Her von welken Nächten” — eine Legende und meiner Meinung nach eines der besonderen Alben der Geschichte des Metals. Einige wenige Lieder von den vorherigen E-Alben wurden gespielt, zudem gab es elektronische Neuinterpretationen von akustischen Liedern. “Jagd” stand hier herausragend, mit neuer rhythmischer Struktur und mehr Drang.

Alles in allem gefällt mir Dornenreich live wohl doch am besten, wenn sie akustisch unterwegs sind. Auf CD darf es dann aber doch die E-Besetzung sein.

Schäuble in Karlsruhe

am 30. Januar 2009 über Freiheit, Kultur, Politik

Gestern war der Bundes-Innenminister zu Besuch an der Universiät Karlsruhe am KIT. Er referierte auf Einladung des ZAK über “60 Jahre Grundgesetz: Verfassungsanspruch und Wirklichkeit”.

Äußerst amüsant bis nervtötend war die nicht vorhandene und chaotisch geplante Logistik des Besuches. Die obligatorische Abgabe von Jacken und Rucksäcken sorgte für ein unüberschaubares Chaos an den Garderoben und einen Verzug von fast 30 Minuten. Bietet das ZAK nicht explizit Veranstaltungen für Kultur-Management an?

Weiters sehr peinlich war die Rede von Prof. Dr.-Ing. Detlef Löhe, seines Zeichens Prorektor für Forschung. Inhaltlich komplett vorbei am Thema des Abends stelle er der Propaganda des Bundesminister seine Propaganda für das entstehende “KIT” voraus. Dass es sich dabei bis jetzt nur um eine Seifenblase handelt, die ihr Budget im Wesentlichen für PR verbrät, wurde von der Studentenschaft gleich bei Erwähnung mit Pfiffen gewürdigt.

Pfiffe gab es auch beim Herren Schäuble, wenngleich sein Vortrag differenziert, gut vorbereitet und gut vorgetragen war. Angesichts von Aktionen wie “Stasi 2.0″ in ein undifferenziertes Schwarz-Weiß-Denken zu verfallen, ist darum selbst bei hochgehaltener Hacker-Ethik weder intelligent noch politisch sinnvoll. Schäuble streifte die Geschichte des Grundgesetzes, bettete es ein in den Kontext der Europäischen Gemeinschaft und der Wiedervereinigung, referierte über die Öffnung der Grenzen (was ihm als verantwortlicher ehemaliger Außenminister zumindest ein paar Pluspunkte in der Vita beschert) und drückte sich nicht vor den Themen Sicherheit und “Terror”abwehr.

Obgleich seine Argumentation schlüssig und überraschend praxisnah ausgeführt wurde, waren Buzzwords wie “Terror”, “9/11″, “Selbstmordattentäter” und “Kinderpornografie” eine ganz wesentliche Grundlage. Die wechselseitige Bedingung von Sicherheit und Freiheit interpretierte Schäuble gerne als Sache, die der Staat zur Verfügung stellen muss. Eine Bedrohung von Seiten des Staates dieser Güter sah er nicht — das Grundgesetz böte die nötigen Schutzrechte dies zu verhindern.

Zweifelsohne tut das Grundgesetz dies. Was aber, wenn sich Behörden und insbesondere das Innenministerium nicht an unsere Verfassung unser Grundgesetz halten? Im Kontext von Bundestrojaner, Militäreinsatz bei Demonstrationen, Verwendung der Mautdaten zur Kriminalverfolgung, Steuer-ID und digitalen Ausweisen stellt sich diese Frage in besonderer Weise. Schäuble scheint dafür ein wenig den Fokus verloren zu haben. Wahrlich nicht aus einem diktatorischen Streben, als vielmehr aus dem Bestreben, das maximal Mögliche zur Wahrung seines Sicherheitsverständnisses umzusetzen. Das Problem ist nicht, dass jemand bestrebt ist eine Big-Brother-Gesellschaft aufzubauen. Das Problem sind divergierende Paradigmen im Verständnis von Sicherheit und Freiheit zwischen der Hackerszene und den gewählten Vertretern des Volkes. Die Interpretation im Kontext von der Projektion der Angst schafft den Unterschied. Die Regierung sieht den Feind in jenen die Freiheit durch Verbrechen und Terrorismus verhindern. Und die Hacker sehen ihren Feind in jedem, der ihre Freiheit beraubt. Ganz gleich, ob er Terrorist oder Terroristen-Bekämpfer ist.

Lange Texte

am 28. November 2008 über Informatk, Internet, Kultur

Als Stundent muss man ab und an auch “echte” Texte für Seminare und sonstige Dinge schreiben. Damit zumindest ein paar Leute diese Texte lesen, hier mal die Links zu meinen der letzten Monaten:

“Botnetze” in “Hacking und Hackerabwehr”, ITM Uni Karlsruhe (PDF, 3.3M)

Botnetze sind ein lustiges Spielzeug für gleich eine ganze Reihe von sicherheitsrelevanten Angriffen im Internet. Ein großer Teil des Spams und jegliche dDoS-Attacke geht auf das Konto dieser Heerscharen von Oma-PCs, die von einem bösen Hacker zentral gesteuert werden. Wie sich diese Netze aufbauen, wie sie sich vermehren, wie man sie kontrolliert und wie man Spaß haben kann sie kaputt zu machen steht in dem Artikel. Drumherum gibt es noch weitere Texte aus dem weiten Thema Hackingabwehr.

RFID und Datenschutz, IPD und ZAK Uni Karlsruhe (PDF, 3.0M)

Die kleinen Chips, die im Kaufhaus immer piepsen wenn die Kassiererin zu doof zum Deaktivieren war, sind heute bereits in vielen Bereichen im Einsatz. In Zukunft werden RFID-Chips ein wesentlicher Bestandteil des “Ubiquitblablub Internet” sein (von dem keiner genau weiß, was das eigentlich ist oder werden wird). Der Artikel beschreibt weniger technisch (denn die ZAK’ler sollen ja auch noch verstehen worum es geht) die Problematik des Einsatzes von RFID in der bürgerlichen Gesellschaft beim Endverbraucher. Er bietet zudem einen aktuellen politischen Diskurs und erläutert aktuelle Entwicklungspläne der EU für die nächsten 10 Jahre.

Nazis in die Kinderzimmer!

am 20. September 2008 über Kritik, Kultur, Politik

Nazi-SchlumpIch bin im Grunde kein großer Freund von diesen Verschwörungstheorien, die vor allem unter Informatikern gern ein heiß diskutiertes Thema sind. Doch was bringt’s, sich Hirngespinste um so unwichtige Themen wie 9/11, die Bilderberg-Konferenz oder die New World Order zu machen, wenn neonazistisches Gedankengut per Kinderkanal in die Köpfe antiautoritär erzogener Kinder gehämmert wird? Ja, die Schlüpfe sind unterschwellige Propaganda!

Frappierend ist die Ähnlichkeit der Schlumpfmütze mit der Huttracht des Ku-Klux-Klan. Wie auch die des rassistischen Vorbildes ist die Mütze weiß und spitz. Und auch die Riten des KKK weiß das Schlumpfdorf zu schätzen: Dort tanzt man gerne bei Nacht um ein Feuer. 

Das Schlumpfdorf wird von einem patriarchaischem Diktator namens “Papa Schlumpf” geleitet, der an einer roten Mütze zu erkennen ist und dem das Schlumpf-Volk hörig folgt. Darüber steht der Alt-Diktator “Opa Schlumpf” mit einer gelben Mütze. Alle Moral und alles Reglement kommt vom Diktator, der Diktator wird heroisiert und ist in vielen Fällen der Retter aus einer auswegslosen Situation. 

Zudem ist das Schlumpfvolk durchweg männlich — gemäß dem nationalsozialistischen Ideal. Jeder Schlumpf fügt sich mit seinem Beruf in die Gemeinschaft ein. Die einzige Frau im Dorf (Schlumpfine) gewinnt nur marginale Bedeutung als naive Blondine, die sich um die Hausarbeit kümmert. 

Der Erzfeind Gargamel samt Katze Azrael tragen einen hebräischen Namen und bieten all jene Eigenschaften, die dem bolschewistischen Juden zugeschrieben werden: Lange Nase, große Ohren, buckliger Gang. Und: Er möchte, wie es für einen geldgierigen Juden gehört, die Schlümpfe in Gold verwandeln!


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M. Herhoffer