Archiv für die Kategorie'Mathematik'

Mathematiker sind des Teufels!

am 21. Januar 2006 über Mathematik

Der Kirchenvater, Theologe und Philosoph Augustinus von Hippo hat recht viele Bücher geschrieben, die heute die Grundlage unserer Kirche bilden. Eines davon ist DE GENESI AD LITTERAM LIBRI DUODECIM. Im XVIII. Kapitel, Vers 37 heißt es da:

Quapropter bono christiano, sive mathematici, sive quilibet impie divinantium, maxime dicentes vera, cavendi sunt, ne consortio daemoniorum animam deceptam, pacto quodam societatis irretiant.

Mit meinem Restwissen an Latein übersetze ich das mal mit:

Darum soll sich der gute Christ vor den Mathematikern hüten, als gleich auch vor all jenen, die Prophezeiungen machen - wie wahr sie auch sprechen mögen - damit diese nicht, die im Packt mit dem Teufel stehen, die irrenden Seelen zur Hölle hinabschicken.

Was soll aber an Mathematikern so böse sein? Ein Blick in den Stowasser bringt ein wenig Licht ins Dunkel der mathematischen Hölle:

mathematicus mathematisch; Subst. mathematicus, i, m. Mathematiker; Astrologe

Dorabella Cipher

am 21. Dezember 2005 über Informatk, Mathematik, Musik

Portrait Edward ElgarEs gibt viele Komponisten, die nebenbei auch noch ambitionierte Mathematiker waren (oder umgekehrt). Ein Extrem ist aber sicher der Brite Edward Elgar. Er hat nicht nur die berühmten Enigma-Variationen komponiert bzw. berechnet, sondern hinterließ der Nachwelt auch noch eine Chiffre, die bis jetzt noch nicht “geknackt” werden konnte.
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Von der Pfeife zur Hammond TeilI

am 18. Oktober 2005 über Mathematik, Musik

Der Diskounter Norma verkauft ab heute ein Keyboard für 60€. Ganz groß wird ein Feature angepriesen: 50 Sounds! Für ein Portable Keyboard eigentlich nicht viel, wenn man die Sache aber im historischen Kontext betrachtet, war es zur elektronischen Klangsynthese für 60€ ein weiter Weg.
Von Beginn bis Mitte des 20 Jahrhunderts war die große Blütezeit der elektrischen “Keyboards”, oder besser: der elektronischen Tasteninstrumente. Und dabei war die Idee eigentlich immer die selbe: Altbewährtes - oft sogar Vergessenes - wird mit elektromechanischen Mitteln nachgebaut. Normalerweise kennt heute keiner mehr eine Celesta. Doch das Klavier, das keine Saiten sondern Metallplatten hat, war das Vorbild für das legendäre Fender Rhodes. Das Clavichord stand Pate für das Hohner Clavinet, welches in den 70ern zum Lieblingsinstrument von Stevie Wonder wurde. Der Urvater aller elektromechanischen Instrumente ist aber die Hammond-Orgel. Und kaum jemand weiß, wie “die Hammond” gespielt wird, klingt und funktioniert! Und das soll sich mit diesem Artikel ändern.
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Zahlen, Bach und Mystik

am 8. September 2005 über Mathematik, Musik

OctavariumDa mir die neue Dream Theater CD Octavarium von allen Seiten empfohlen wurde, besitze ich die Scheibe also seit gestern. Und gleich beim ersten Hören viel mir Merkwürdiges auf. Auf der CD sind 8 Tracks. Dabei ist der n. Track im n/8-Takt (was besonders lustig bei Track 5 und 7 ist). Doch dem nicht genug: Der n. Track hat als Grundton den Ton As + (n -1) Tonschritte, wobei die Halbtonschritte genau in der Mitte (8/2=4) und als Leitton zwischen 7 und 8 liegen.
Die Gunst der progressiven Kopfgeburt-Musikliebhabern ist Dream Theater damit gewiss. Nur leider kommen die Jungs mit ihrem Schema ein paar Jahrhunderte zu spät.
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M. Herhoffer