Archiv für die Kategorie'Musik'

Quo Vadis 2010?

am 6. Januar 2010 über Musik

Rückblickend: Was gab es 2009 an neuen Technologien, die im Consumerbereich dominierend waren? Sicherlich hat das iPhone samt annektierten Inhalten aus dem iTunes Store seine Marktanteile weiter ausgebaut — während das erste Google Phone G1 nach ein paar Tagen Hype wieder in der Versenkung verschwand. Schaut man in die Prospekte von Media Markt und Co., dann erkennt man, dass auch die Netbooks mit kleinem Gewicht, kompakter Größe und nur mit SSD-Platte recht erfolgreich waren. Aber was passiert 2010? Der Versuch einer Prognose

Konkurrenz fürs iPhone

Das neue Google Nexus One hat gezeigt, dass es doch eine Möglichkeit gibt, dem Platzhirsch paroli zu bieten. Und Google hat gleich erkannt, dass es nicht nur auf die Technik, sondern auch auf die Infrastruktur ankommt. Mit Google Checkout wurde gleich ein (mobiler) Bezahldienst geschaffen, eine Plattform für Android Apps gibt es auch bereits. Nur ein komplett durchdachtes System kann dem perfekt(?) durchdachten iTunes/iPhone das Wasser reichen und Google ist auf dem besten Weg dazu. Ich sehe die Anteile vom Nexus eher im Bereich der Bastler, Linuxuser und iPhone-Jailbreaker. Android ist frei und unabhängig, man muss sich nicht an einen Hersteller binden und kann auf den “Luxus” eines zentralistischen Systems verzichten. Es wird also Bewegung in den Multitouch-Phone-Bereich kommen.

Alles im Netz

Welche Anwendungen es auf dem Google Nexus dominant geben wird, steht schon fest: Mobile Derivate von Google Mail, Google Calender, Google Docs und Google Wave. Hier hat Google mit seinen seit Jahren gepflegten Webapps klar die Nase vorn und ist Trendsetter. Sobald auch der unversierte Nutzer verschiedene mobile und stationäre Rechner hat, wird der Bedarf an einer komfortablen Synchronisation steigen. Apple setzt mit MobileMe und (bald) iworks.com auf eine reine Synchronisationsschnittstelle. Google geht einen Schritt weiter und verlagert die Anwendung komplett ins Netz bzw. in den (mit Google Gears erweiterten) Browser.

Meine Meinung: Der netzbasierte Ansatz wird sich durchsetzen. Apple ist momentan mit OS X und iPhone OS an eine Plattform gebunden, die unabhängigen Webapps von Mobile-Me sind eher ein nettes Zusatzangebot als denn der zentrale Kern der Anwendung. Sobald die Benutzer Webapps als Quasi-Standard auf ihren neu gekauften Systemen vorfinden, werden sie sich der Vorteile gewahr werden. Webapps, selbst ganze Betriebssysteme á la Google Chrome, werden zumindest den mobilen Bereich dominieren.

Öffnung der Provider

Google wird sein Handy auch ohne Vertragsbindung verkaufen. Das wird für die verwöhnten deutschen Provider sicher ein Problem werden. Sie sind bis dato gewohnt, in der Schaltzentrale zu sitzen. Ihre Machtposition bröckelt aber: Das Datennetz ist (besonders in den USA) alles andere als stabil, die vertraglichen Angebote sind vor allem im mobilen Internet unattraktiv und nicht an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet. Sobald dann noch Angebote virtueller Provider ins Spiel kommen, ist der Markt spätestens dann aufgebrochen wenn es sowohl freie iPhones (was es derzeit nur über Umwege gibt) als auch freie Nexus’ geben wird. Freuen wir uns also schon einmal auf echte Datenflatrates zu vernünftigen Preisen.

Tablets

Amazon geht derzeit mit seinem Kindle in internationale Kampfformation, auch Sony hat neue Geräte am Start. Und Gerüchte über ein iSlate sind momentan fast schon hieb- uns stichfeste Ankündigungen. 2010 wird es sehr viele Geräte geben, die ich allgemein mal als “Betrachter” bezeichnen möchte. Die Idee, Zeitungen, Magazine, Bücher, Filme und Live-TV auf einem kleinen handgerechten Gerät zu betrachten, ist alt. Aber es gab bisher weder Geräte noch Angebot. Betrachtet man aber die neuesten Entwicklungen im Printmarkt, wird sich da einiges tun. Axel Springer macht es mit einem iPhone-Abo für Bild und Welt vor, vor allem im technischen Bereich sind PDF-Bücher schon sehr verbreitet.

Die Crux befindet sich meiner Meinung nach gerade noch in der Darstellung der Angebote. Freilich gibt es jede Tageszeitung mehr oder minder kostenlos im Netz, das Layout ist aber nahezu unlesbar, da die Webseiten nicht mehr als eine lieblose CMS-Anbindung an die Artikeldatenbank sind. Sobald die Verleger erkannt haben, dass man die Inhalte für die elektronische Betrachtung aufarbeiten muss und dafür auch Geld verlangen kann, kommen die “Betrachter” in Form von Tablets oder anderen Geräten ins Spiel. Dem iTunes-Store traue ich am ehesten zu, dass er diese Entwicklung vorantreibt.

Meine Intel X25 Postville SSD im Mac Mini unter OS X

am 4. Januar 2010 über Musik

Mein rund 1,5 Jahre alter Mac Mini ist mein primärer Rechner, an dem ich so ziemlich alles arbeite. Von Eclipse über Photoshop bishin zu Cubase. Weil ich auch einen mobilen Desktoprechner brauche, der sich bequem und einfach zwischen verschiedenen Wohnsitzen hin und hertransportieren lässt, geht kein größerer Rechner. Also ist Tuning angesagt! Vor einiger Zeit hab ich den RAM aufgebohrt, und jetzt war der zweite Flaschenhals dran. Nein, nicht der Prozessor, sondern die Festplatte.

Eingebaut habe ich, völlig kompromisslos, eine SSD. Nach dem Lesen einiger Testberichte im Netz und in Magazinen wird einem schnell klar, dass nur die Intel X25 halbwegs ausgereift ist und einen merkbaren Geschwindigkeitsvorteil bringt. Also habe ich eine Intel X25 Postville 160GB bei Amazon.de bestellt.

Hier nun ein praxisnaher Erfahrungsbericht.

Festplatteneinbau in den Mac Mini

Hier gibt es genug Tutorials im Internet. Ich bin am besten mit einem YouTube Video gefahren. Der Einbau ist nichts für Anfänger, man braucht vor allem geeignetes Werkzeug und gutes Fingerspitzengefühl. Weil man sehr viel ausbauen muss (das ganze obere Modul samt allen Antennen muss weg), sollte man sich ein paar Stunden Zeit nehmen. Mit Haushalswerkzeug ist es nahezu unmöglich, den Mac Mini nicht zu verkratzen. Wer also weiterhin einen kratzerfreien Mac will, muss wohl zur Vertragswerkstatt gehen.

Neuinstallation auf der SSD

Ich hatte ein aktuelles Time Machine Backup und wollte dieses einspielen. Der Assistent hat jedoch die SSD nicht erkannt, die Platte muss formatiert sein. Also musste ich die Platte an meinem Mac Book Pro formatieren. Darum der Tipp: Für knapp 10 Euro gibt es USB2-Gehäuse für SATA-Platten. Einfach eines mitbestellen und vor dem Einbau mit dem Festplattendienstprogramm die Platte formatieren. Nach dem Formatieren hat Time Machine das Backup in 2 Stunden eingespielt. Flaschenhals war hier meine recht lahme Backup-Platte.

Einspielen der aktuellen Firmware

Intel hat in der ausgelieferten Firmware der Platte den Trim-Befehl nicht implementiert. Der sorgt dafür, dass das System erkennt, welche Bereiche keine Daten mehr enthalten und demzufolge nicht verwaltet werden müssen. Seit einigen Wochen gibt es aber eine Firmware dafür. Die ist auf der Intel-Seite als ISO zu bekommen. Diese ISO brennt man auf eine CD, bootet von ebendieser, drückt ein paar Mal die Taste Z (weil das deutsche QWERTZ nicht erkannt wird) und die Platte wird ohne Datenverlust aktualisiert.

OS X auf einer SSD

Nach dem Starten von OS X war das System erstmal lahmgelegt. Im Taskmanager zeigt der Dienst “dwhelper” eine Prozessorauslastung von knapp 80% an. Und das für gute 50 Minuten. Dahinter verbirgt sich der Indexer von Spotlight. Dieser hat wohl keine eingebaute Drossel und wurde nicht tief genicet, sodass er mit einem sehr schnellen Tempo die sehr schnelle Platte indiziert. So schnell, dass der Prozessor überlastet ist. Nach einer Stunde ist der Spuk aber vorbei, das Echtzeit-Indizieren ist nicht weiter spürbar. Bleibt zu hoffen, dass Apple dem Dienst ein Performance-Update verpasst.

Mit der Platte zu arbeiten macht sehr viel Spaß. Oft verwendete Programme wie Safari oder Mail starten praktisch in “Echtzeit” bei Klick. Den Ladebalken von iWorks sieht man so gut wie nicht mehr. Eclipse ist in gut 12 Sekunden samt umfangreicher Plugins geladen. Einen sehr großen Geschwindigkeitszuwachs hat man auch beim Suchen in der History von Safari, beim Laden von Fotos in iPhoto und vor allem beim Speichern gigabytegroßer Dokumente in InDesign.

Eine SSD wird wärmer als eine normale Festplatte, darum ist der Lüfter häufiger bemerkbar als mit einer normalen Platte. Die SSD selbst ist aber geräuschlos.

Fazit: Wer sich über langsam ladende Programme stört, einen merkbaren Geschwindigkeitszuwachs (für einen betagten Rechner) benötigt, mit einem relativ geringen Datenvolumen auskommt und bereit ist, dafür Geld auszugeben, wird mit der SSD glücklich. Klarwerden muss man sich aber, dass der neue Flaschenhals dann der Prozessor wird, der mit der hohen Datenrate klarkommen muss.

Askvark

am 1. Januar 2010 über Musik

Seit ein paar Monaten bin ich bei der Plattform Vark.com angemeldet. Das ist eine Community, bei der man Fragen jeglicher Art beantwortet bekommt. Das Prinzip ist einfach: Man tippt eine Frage in den Jabber oder ins ICQ und bekommt kurz darauf eine Antwort von jemandem, der sich im Thema auskennt. Da man selbst ja auch nicht auf den Kopf gefallen ist, bekommt man auch selbst (ebenfalls per ICQ) ab und an Fragen zu den Fachgebieten, welche man im Profil angegeben hat.

Die Intelligenz von Vark besteht darin, einen passenden Partner zur Beantwortung der Frage zu finden. Und das klappt bisher auch ganz gut.

Nun aber das Interessante, nämlich meine Erfahrungen.

Schlecht beantwortet werden Detailfragen, insbesondere in Randgebieten von Programmierung oder Technik. Auf komplexe Fragen für Programmiersprachen, LaTeX oder sonstigen Tools bekommt man nicht immer eine befriedigende Antwort. Da wäre man in einem passenden IRC deutlich schneller.

Sehr gut funktioniert Vark aber bei Fragen, wie “Gibt es ein…” oder “Was ist eine bessere Alternative zu…” — also alles was mit Empfehlungen zu tun hat. Schon einige gute Filme habe ich von Filmkennern empfohlen bekommen, auch gute Musik. Ebenso ein gutes Hotel in London (welches ich höchstwahrscheinlich auch buchen werde) bekommt man von einem Londoner Einwohner, der auch gleich weiß welche Stadtteile infrastrukturell gut gelegen sind.

Alles in allem ist der Dienst echt zu empfehlen, er ist kosten- und werbefrei und die Daten, die man angeben muss, sind minimal. Macht also mit! http://vark.com/s/44YY (kein Reseller-Link, keine Vorteile für mich).

“Sind die christlich?”

am 17. Juli 2009 über Glaube, Kultur, Musik

Auch Christen hören Musik. Und ganz besonders gern hören sie christliche Musik. Warum das so ist, hat verschiedene Gründe, auf alle Fälle aber hat sich in nahezu allen Genres so etwas wie eine christliche Subkultur gebildet, die nahezu völlig autark zum Rest der Szene arbeitet. Da fällt eine christliche Band ein riesige Halle — und der uninformierte Nichtchrist wundert sich, warum da mehr Leute kommen als beim säkularen Headliner letzte Woche. Fakt ist: Christliche Musik hat Erfolg.

Warum aber?

Zum einen ist sicher der christliche Hang zu Seilschaften zu nennen. Ein Christ möchte mit dem CD-Kauf Christen unterstützen, ein christlicher Booker bucht christliche Bands, ein christliches Versandhaus bietet nur christliche CDs an. Der gemeine Christ scheint sich besonders wohl zu fühlen, wenn die rein geschäftlichen Beziehungen auch einen Christen an der anderen Seite haben.

Ein weit wichtigerer Punkt ist aber: “Das ist mein Thema!” Sei es aus tatsächlicher Überzeugung oder aus Schönrederei: Ein Christ fühlt sich wohler, wenn ihm die Inhalte seiner Glaubenswelt auch im Konzert begegnen. Der Bescuh christlicher Konzerte wird zu einem Akt der Selbstdefinition. Während der Nachbar mit “Rock am Ring”-Bändchen am Arm für das dort aufgedruckte Bier Werbung läuft, trägt der Christ seine Bändchen vom “Teenager Missions Treffen” oder “Legends Of Rock” fast schon mit provozierender Haltung.

Kommerziell erfolgreicher?

Nein, die christliche Musikszene ist nicht kommerziell erfolgreicher als die säkulare, aber sie kann mit weniger Aufwand kommerziell erfolgreich sein. Die Zielgruppe ist überschaubar, es gibt nur wenige Medien in der Szene die man bedienen muss, die Vertriebswege sind klar und bekannt. Eine kleine Ausnahme bildet aber sicher die USA. Wer sich dort zum christlichen Glauben bekennt, kann auf den “Mama erlaubt mir es, die Musik zu hören”-Effekt vertrauen. Während Metallica und Co. gerne aus Kinderzimmern verbannt werden, erlauben konservative Eltern P.O.D. oder Demonhunter (wohingegen letztere deutlich zweifelhaftere pro-militaristische Texte haben als Metallica je hatte).

Bessere Musik?

Jein. Im Mainstream der christlichen Musik gibt es den selben Mist wie in der säkularen Szene auch. Es gibt quietschigen Teen-Pop (sehr beliebt und sehr erfolgreich), poppigen Core und pseudo-bösen Nu-Metal. Aber es gibt neben dem Mainstream in der christlichen Szene mehr als anderswo die Möglichkeit, musikalisch experimentell zu arbeiten. Bands wie Saviour Machine, Extol oder Kekal haben stilistisch Maßstäbe gesetzt und sind bis heute einzigartig.

Was bleibt ist die strikte Trennung zwischen säkularer und christlicher Musik. Und das auf allen Bereichen. Warum ist mir selbst ein Rätsel. Bis auf P.O.D. hat es keine christliche Bands “der Szene” je geschafft, eine säkulare Festivalbühne zu entern (wobei Saviour Machine schon auf Wacken gespieltt hat, vor Cradle of Filth). Schuld sind aber nicht nur die säkularen Veranstalter, sondern auch die christlichen. Darum sollte man in den eigenen Reihen anfangen: Mehr säkulare Bands in von Christen organisierten Konzerten!

Leben mit dem iPhone

am 25. Juni 2009 über Musik

Schon länger wollte ich darüber bloggen, ob und wie sich mein iPhone lohnt. Jetzt, nach ca. 3 Monaten produktiver Nutzung ist es mal Zeit für eine kleine Bilanz.

Zum ersten: Das iPhone ist teuer. Auch wenn mein G3 keinen Gerätegrundpreis hatte — alleine die Verträge sind schon eher Luxus als Consumer. 39 Euro muss man als Student für einen halbwegs tauglichen “alles drin”-Vertrag bezahlen. Das ist sehr viel. Hinzu kommt für die sinnvolle Nutzung eine Gebühr von jährlich 80 Euro für Mobile-Me und Kosten für die Apps, welche man meist günstig, aber dennoch nicht gratis, kaufen muss.

Aber: Ich bin der Meinung das alles lohnt sich. Die einzelnen Aspekte:

Produktiver

Mit dem iPhone ist man produktiver, weil man immer die wichtigsten Dinge des digitalen Büros dabei hat. Wartezeiten können produktiv genutzt werden. E-Mails lesen, Newsseiten lesen, den Terminkalender verwalten, Podcasts (insbesondere auch Video-Podcasts) anhören und schauen. Was man unterwegs schon gemacht hat, fällt zu Hause am Rechner nicht mehr an. Das spart Zeit. Viel Zeit.

Weiters viel Zeit spart das sehr komfortable Synchronisieren. Termine, Kontakte und Mails müssen dank MobileMe überhaupt nicht synchronisiert werden, sondern werden in Echtzeit auf das iPhone gepusht. Nach jahrelanger Misere mit schlechten Sync-Anwendungen ist das meiner Meinung nach das größte Plus des iPhones. Wegen dem Echtzeit-Push kann es auch keine Konflikte geben. Alles läuft transparent.

Flexibler

Für alles gibt es eine passende App. Insbesondere Spezielfälle lohnen für mich. Ein digitales Metronom, ein Stimmgerät bringt einige Vorteile, wenn es immer greifbar ist. Aber auch einfache Anwendungen wie eine mobile Wikipedia oder eine mobile Bibel lohnen, indem sie so manche akute Frage oder Diskussion lösen. Allgemein ist die Möglichkeit, immer und überall mit einem funktionierenden, ausgewachsenen Browser ins Internet zu gehen, eine sehr komfortable Sache. Bei einer normalen regelmäßigen Nutzung wird die Zwangslimitierung auf 200 MB im Monat auch nicht überschritten.

Fazit

Das iPhone lohnt, aber nur wenn man es so verwendet wie es konzipiert ist. Wer viele Kontakte hat, sein Leben hauptsächlich über E-Mails und Internet organisiert und viel unterwegs ist, ist ein klassischer Nutzer. Für Menschen, die am Tag nicht mehr als ihr Büro in der Arbeit und ihr Büro zu Hause sehen lohnt es nicht.

Visitenkarten auf Spezialpapier von Logiprint

am 25. Juni 2009 über Musik

[Trigami-Anzeige]
Weil sich T-Mobile generell sehr blöd anstellt beim Abschließen eines neuen iPhone-Vertrages, durfe ich meine Nummer nicht umziehen. Meine alten Visitenkarten wanderten also in Hunderten ins Altpapier und neue mussten her. Und Logiprint hat mir nun neue gedruckt.

Neben dem traditionellen Offsetdruck auf Heidelberger Druckmaschinen setzt logiprint im digitalen Offsetdruck auf hochwertige Digitaldruckmaschinen von HP Indigo. Sogar personalisierte Visitenkarten, Einladungskarten oder Mailings mit digitalen Offsetdruck sind im Angebot.

Das Bestellen funktioniert sehr einfach, einfacher als bei der Konkurrenz. Verschiedene Vorlagen stehen zur Auswahl, die personalisiert werden können. Dabei wird auch durchaus der Geschäftsmann fündig, die Designs sind durchweg sehr brauchbar. Ich habe mich jedoch für eine komplett selbst entworfene, zweiseitige Visitenkarte entschieden. Und auch das ist ohne Probleme möglich. Die Formatvorlage ist sehr gut spezifiziert, der Upload per Browser sehr bequem. Sowohl PDF als auch TIF und JPEG ist möglich.

Meine letzten Visitenkarten hatten einen schwarzen Hintergrund, weil sie besonders sein sollten. Auch diese Bestellung sollte besonders werden, aber nicht auf Kosten von Lesbarkeit und Seriosität. Logiprint bietet gleich ein ganzes Arsenal an Spezialpapieren an, die mit geringem aber sehr konkurrenzfähigem Aufpreis zu haben sind. Filzmarkiert (rauere, unregelmäßige Oberfläche), satiniert (sehr glatt) und mit Leinenstruktur (regelmäßige Stoffstruktur) sind erhältlich. Ich habe mich für die Leinenprägung entschieden.

Der Datencheck funktioniert schnell und einwandfrei, ein paar Tage später kam schon der Tracking-Link vom Paketdienst.

Heute sind die Karten gekommen und schauen perfekt aus. Das Kulturwerks-Orange ist nicht nur gut getroffen, sondern nach meinem Augenmaß die perfekte Pantonefarbe. Die Leinenstruktur macht was her und lässt die Visitenkarten äußerst hochwertig erscheinen. Der Druck ist einwandfrei.

1000 meiner Freunde und Partner werden also mit einer hübschen, hochwertigen Visitenkarte beglückt. Da ist das Foto von einer schlechten iPhone-Kamera nicht wirklich eine gute Referenz, aber gibt mal einen groben Eindruck:

Logiprint

Und ganz aktuell: Logiprint kann auch Abizeitungen. Für einen Internetdrucker keinesfalls ein Standardprogramm. Es lohnt also, sich die gesamte Produktpalette anzuschauen.

Mehr organisieren

am 27. April 2009 über Musik

[Trigami-Review]
Und wieder ist eine Trigami-Review in mein Postfach geflattert, die mir gerade sehr passt. Denn nichts nervt mich so sehr wie unkoordinierte Termin- und Entscheidungsfindung über chaotischen E-Mailverkehr oder wirre Diskussionen in irgendwelchen Foren. Bis dato war doodle.com immer meine erste Wahl für derlei Absprachen. Nun will aber moreganize.com die Welt erobern.

Wie auch Doodle bietet Moreganize ein Werkzeug zum Finden von einem Termin und zum Treffen einer Wahl. Zusätzlich gibt es noch anonyme Umfragen und Todolisten.

Aber erstmal eines nach dem anderen:

Übersichtlich schaut alles aus, die Farben schreien nicht und das Logo hat weder einen “Wet-Floor” noch prangt ein glitzerndes “Beta” in irgendeiner Ecke. Dem Webzweipunktnull-Kitsch ist die Seite nicht verfallen. Und auch anmelden muss man sich nicht. Die Plattform generiert Links mit sicheren(?) Hashcode-URLs, die man an die Teilnehmer weitergibt oder mit denen man die Umfrage editieren kann. Alle Werkzeuge funktionieren also auch ohne Login. Die Pflege über Links, die man im schlimmsten Falle aus dem Spamfilter ziehen muss, ist aber etwas unbequem. Besser ist da der klassische Login. Netterweise kann man auch sein Adressbuch importieren, mit meinem von Mobile.me hat das jedenfalls gut geklappt.

Termine

Termine klären funktioniert schlicht und effizient: Mehrere Verschläge kann man den Teilnehmern anbieten, die Software zeigt dann an welcher am besten passt. Das funktioniert einwandfrei und sogar noch recht übersichtlich.

“When shall we three meet again? In thunder, lightnigh or in rain?” Diese Frage bleibt bei Moreganize leider ungelöst — die Termine bei Moreganzie fordern nämlich eine genaue Zeitangabe. Sehr gut bei Doodle ist, dass man völlig frei ist, wie man Termine definiert. Da können Zeiten, Zeitintervalle, Raumnummern oder “morgens,  mittags, abends” stehen. Der Software ist das egal. Moreganize kann das nicht. Da sollte man mal nachbessern. Weil in den seltensten Fällen ist nur ein Zeitintervall zu klären. Im echten Leben gibt es belegte Seminarräume, verschiedene Kinos und unterschiedliche Bahnhöfe bei gemeinsamen Zugfahrten.

Wählen

Das Treffen einer Wahl funktioniert so gut wie bei Doodle. Moreganize hat ein etwas übersichtlicheres Layout, bei dem auch lange Textzeilen die Spalten nicht verzerren. Ansonsten gibt es ganz toll und webzwopunktnull eine sehr übersichtliche GUI, dezentes Ajax und eine einfache Bedienung.

Und nun weiß zumindest jeder, der den geheimen Link hat, welche Bands wir zum Blast Of Eternity 2009 buchen werden (denn im zweiten Leben bin ich an der Veranstaltung diverser Evens beteiligt). Alle anderen müssen sich mit einer vergaußten zensierten Version zufrieden geben:

Aufgaben

Sehr interessant finde ich die Todo-Liste. Schon lange suche ich nach einer bequemen Möglichkeit, Aufgaben an andere im Team zu delegieren, ohne eine fette Projektverwaltung nutzen zu müssen. Und genau das kann die Todo leider nicht. Denn den Zustand “ich mache die Aufgabe” kennt die Software nicht, nur “erledigt” oder “offen”. Dafür benötigt es keine Intenetanwendung, dafür reicht ein Notizzettel. Dringends Feature-Request: Anzeigen, wer die Aufgabe erledigt bzw. den Status “in Arbeit” einfügen. Erst dann taugt die Todo-Liste (wie auch die anderen Tools) für die Arbeit bzw. Absprache im Team. Dann wäre das Werkzeug ideal und prefekt. Nicht zuletzt auch wegen seiner Exportmöglichkeiten in PDF oder XLS.

Umfragen

Als viertes Werkzeug kann die Plattform noch eine anonyme Umfrage anbieten. Während ich die anderen Werkzeuge direkt aus der Praxis getestet habe, möchte mir für eine anonyme Umfrage partout kein Eintrag einfallen. Außer: Soll ich diesem meinen Blog mal ein Redesign gönnen, um vor allem Lesbarkeit und Übersicht zu erhöhen?

Fazit: Ganz brauchbar und (fast) perfekt, wenn man projektbezogen mehrere Werkzeuge benötigt, die alle auf einer Plattform liegen sollen. Schön wären aber noch ein paar zusätzliche Features für die Profis unter den Nutzern. Dann leidet zwar ein wenig die Benutzerbarkeit, wer aber seinen sozialen Alltag im Intenet verwaltet wird auch mit einer etwas komplexeren Bedienung zuerecht kommen. Ansonsten können sich zumindest meine kinogehenden Freunde von nun an auf die Nutzung von Moreganize einstellen.


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M. Herhoffer